Brokdorf Wilstermarsch

Corona-Krise: Start der Freibadsaision ungewiss

Seit der vergangenen Woche bereitet sich Schwimmmeister Lutz Stüven, der für den Betrieb des Brokdorfer Freibads zuständig ist, auf die diesjährige Badesaison vor. „Ursprünglich ist die Eröffnung des Schwimmbads für das erste Maiwochenende vorgesehen, doch ob der Termin angesichts der Corona-Krise eingehalten werden kann ist derzeit noch mehr als fraglich“, so Stüven. Da das Freibad im nächsten Jahr für mehrere Millionen Euro komplett umgebaut werden soll, werden in diesem Jahr lediglich die notwendigsten Maßnahmen durchgeführt, die für eine Inbetriebnahmen erforderlich sind. Dazu zählt insbesondere die Reinigung des Schimmer- und Nichtschwimmerbeckens sowie der Umkleidekabinen, die Beseitigung kleiner Schäden in den Becken und die Instandsetzung der Grünanlage.

„Ich bereite jetzt alles soweit vor, dass ich theoretisch eine Woche vor der eigentlichen angedachten Schwimmbaderöffnung das Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken mit 1800 Kubikmetern Frischwasser befüllen kann“, erklärt Stüven. Rund 24 Stunden benötigt es, die Becken zu füllen. Knapp eine Woche dauert es dann, bis das Wasser auf eine Temperatur von etwa 24 Grad aufgeheizt ist. Sobald die Becken gefüllt sind, müssen Pumpen und Chloranlage dauerhaft laufen. Das erzeugt Kosten. Vor der Zahlung unnötiger Kosten möchte der Schwimmmeister die Gemeinde bewahren, daher hofft er darauf, dass das Land bald einen ungefähren Fahrplan im Umgang mit dem Virus herausbringt.

„Vielleicht findet sich ja eine Lösung, dass wir eine bestimmte Anzahl an Gästen rein zum Schwimmen ins Bad lassen dürfen. Fachärzte betonen ja, dass Bewegung an der frischen Luft der Gesundheit zuträglich ist“, sagt Stüven. Während der Badesaison verzeichnet das Schwimmbad jährlich um die 30.000 Gäste. Dazu zählen auch die Dauerkartenbesitzer, die täglich im Schwimmbad anzutreffen sind. Zwischen 6 und 7.30 Uhr in der Früh begrüßt das Team um Lutz Stüven in der Regel jeweils rund 40 Stammgäste im Bad, die sich hier für einen langen Arbeitstag fit machen.  Zwischen 10 und 12 Uhr sind es bis zu 30 Rentner, die bei Wind und Wetter die Bewegung im nassen Element suchen. „Am Abend zwischen 17 und 19 Uhr kommen dann noch mal viele Gäste, die tagsüber einer sitzenden beruflichen Tätigkeit nachkommen und hier ihren Ausgleich zur Arbeit am Schreibtisch finden“, erklärt der Schwimmmeister. Vor allem diesen treuen Kunden möchte Lutz Stüven irgendwie die Möglichkeit bieten können, ihren der Gesundheit förderlichen Gewohnheiten weiter nachkommen zu können.

Sollte das Schwimmbad erst verspätet öffnen, so wäre es für den Schwimmmeister durchaus denkbar, die Badesaison nach hinten hinaus zu verlängern, sofern die Gemeinde zustimmt und das Wetter mitspielt.