Brokdorf Wilstermarsch

Elbe-Ice-Stadion zieht positive Bilanz

Mit einer Discoveranstaltung auf dem Eis und einem Eishockey-Turnier am letzten Saisonwochenende sollte die Brokdorfer Eis-Zeit 2019/20 im März ein schwungvolles Ende finden. Aufgrund des auftretenden Corona-Virus musste die Gemeinde die Eishalle jedoch vorzeitig schließen. „Es ist schade, dass die beiden Veranstaltungen am Freitag und Sonnabend nicht stattfinden konnten und wir auch am sonst äußerst besucherstarken, letzten Sonntag keine Gäste mehr in die Eissporthalle lassen durften“, so Eismeister Lutz Stüven. Nach einer erneut überaus erfolgreichen Eissaison seien die durch die vorzeitige Schließung entstandenen finanziellen Schäden jedoch überschaubar.

Gingen Wirtschaftsexperten vor rund zehn Jahren noch von stark schwankenden Besucherzahlen aus, kann sich die Gemeinde entgegen der prognostizierten Entwicklung über einen nahezu konstanten Besucherzulauf freuen. Rund 50.000 Gäste strömten auch in der kürzlich beendeten Saison wieder in die Eissporthalle der Elbgemeinde. „Die Zahl hätte noch deutlich höher ausfallen können, doch bedauerlicherweise fanden in diesem Jahr keine Punktspiele der HSV Eishockey Mannschaft bei uns statt“, sagte Lutz Stüven. Der in der Regionalliga Nord beheimatete Verein aus Hamburg erwies sich in der Vergangenheit als wahrer Besuchermagnet.

Mit 1200 Gästen feierte die Eis-Disco in den Weihnachtsferien einen absoluten Besucherrekord. „Auch unser Eisstockschießen erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit“, unterstrich der Eismeister. Firmen, die in den Wintermonaten einen Besuch des Elbe Ice Stadion (EIS) planen, müssten die Eisbahnen künftig bereits im Sommer bei der Wilstermarsch Service GmbH buchen. „Für unseren Eisstock-Firmen-Cup mussten wir in diesem Jahr erstmalig ein Aufnahmestopp einführen, da sich das Teilnehmerfeld mit 18 Mannschaften gegenüber den Vorjahren verdoppelt hatte“, so Stüven.

Besondes habe er sich jedoch darüber gefreut, dass die komplette Kältetechnik nicht ein einziges Mal ihren Dienst verweigert habe. In den ersten Jahren sei es aufgrund von Störungen in der Kältetechnik schon mal zur Schließung der Eishalle gekommen. „Wir haben damals mit einem Fachunternehmen aus Berlin zusammengearbeitet. Aufgrund des langen Anfahrweges blieb die Halle dann schon mal ein bis zwei Tage zu“, erinnert sich der Eismeister. Mittlerweile habe die Gemeinde einen Wartungsvertrag mit einem entsprechenden Unternehmen aus Bremerhaven. Die Zusammenarbeit funktioniere gut. „Innerhalb von zwei Stunden sind deren Mitarbeiter vor Ort, sodass das Problem innerhalb kürzester Zeit wieder beseitigt ist, doch in diesem Jahr brauchten wir sie glücklicherweise nicht“, erklärte Lutz Stüven.