Wilster

Wilster erhält Erlaubnis zur Vergrämung der Krähen aus der Stadtgebiet

In der Marschenstadt sind Krähen seit langem ein Reizthema. Viele Einwohner stören sich an dem lautstarken Rabenvogel der alt zu gerne in den Mülleimern der Stadt wühlt und mit seinen ätzenden Ausscheidungen und herabfallenden Nistmaterial so manches Grundstück, frischgewaschene Kleidungsstücke an Wäscheleinen oder auch Pkw beschmutzt. Doch damit könnte bald Schluss sein. Im Hauptausschuss teilte Bürgermeister Walter Schulz mit, dass die zuständige Naturschutzbehörde dem neusten Antrag der Stadt zugestimmt hat, die streng geschützte Saatkrähe aus der Stadt zu vertreiben. Viel Zeit bleibt in diesem Jahr jedoch nicht mehr. Noch bis zum 15. März dürfen Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt werden. Noch befinden sich die Vögel in der Nestbauphase, ab März beginnt dann die Brutperiode, dann stehen die Tiere wieder gemäß naturschutzrechtlichen Vorschriften unter einem speziellen Schutz. „In der Kürze der Zeit noch einen Falkner zu finden, der dabei hilft die Krähen zu vertreiben, ist überaus schwierig“, so Schulz. In diesem Jahr werden die Wilsteraner, die sich von den Krähenkolonien gestört fühlen, die Situation wohl noch erdulden müssen. Im kommenden Jahr sollen dann voraussichtlich gleich mehre Vergrämungsmaßnahmen zum Einsatz kommen, um die Krähen von der Ansiedlung im Stadtgebiet abzuhalten. Neben dem Einsatz von Falknern, der Kappung der Brutbäume durch Absägen der Nestunterlagen könnten auch akustische Vergrämungsmethoden eingesetzt werden. Ein gezielter Abschuss durch Jäger sei nicht zulässig, teilte der Bürgermeister auf Nachfrage mit.