Wilster

Oldendorf und Wilster wollen sich Druckrohrleitung teilen

Klärwerkneubau oder Druckrohrleitung von der Übergabestation in Bischof nach Itzehoe? Etwa 15 Jahre liegt es zurück, dass sich die Marschenstadt Wilster mit dieser Frage auseinandersetzen musste. Am Ende entschieden sich die politischen Gremien für den Bau der rund neun Kilometer langen Druckrohleitung. Die Gemeinde Oldendorf stand kürzlich vor einer ähnlichen Fragestellung. Auch hier viel der Entschluss, das Schmutzwasser künftig nicht mehr in einem eigenen Klärwerk zu behandeln. Bis Ende 2022 soll ein betriebsfertiger Anschluss hergestellt und das Schmutzwasser ebenfalls in der Kreisstadt entsorgt werden. Um Kosten zu sparen möchte die Gemeinde Oldendorf hierfür einen rund 1,9 Kilometer langen Abschnitt der Druckrohleitung der Stadt Wilster mitbenutzen. Auch Wilster würde von einer Mitbenutzung des Rohrsystems profitieren, erklärte der mit den Planungen beauftragte Kommunalservice der Stadt Itzehoe in einem Schreiben.

So könne eine Kostenbeteiligung an den ursprünglichen Investitionskosten in Höhe von über 3,7 Millionen Euro, der gegebenenfalls anfallenden Unterhaltung wie auch an Erneuerungskosten, die irgendwann auf die Stadt zukommen, vereinbart werden. Negative Auswirkungen für den Betrieb der Druckrohrleitungen seien nicht zu erwarten. „Was besseres kann uns doch gar nicht passieren“, äußerte der Fraktionsvorsitzende der Wilsteraner Christdemokraten Mark Dethlefs im Finanzausschuss und fügte mit Blick auf die finanziellen Vorteile hinzu: „Es wäre schön, wenn wir noch ein bis zwei Gemeinden mehr dazubekommen könnten.“ Einstimmig votierte der Finanzausschuss dafür, der Ratsversammlung die Empfehlung auszusprechen, einer Mitbenutzung der Schmutzwasserdruckleitung von Wilster nach Itzehoe durch die Gemeinde Oldendorf zuzustimmen.