Brunsbüttel

Brunsbütteler Beamtenviertel steht vor der Sanierung

Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam, doch nun soll ein treuhänderischer Sanierungsträger Schwung in die geplante Sanierung des Beamtenviertels bringen. Im Sitzungsaal des städtischen Bauamtes unterzeichneten in der vergangenen Woche Bürgermeister Martin Schmedtje und der Geschäftsführer der Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung (GOS mbH) aus Kiel, Mathias Granitzki, nach Zustimmung des zuständigen Ministeriums die dafür notwendigen Verträge.

Der Unterzeichnung war ein zweistufiges europaweites Vergabeverfahren mit Teilnahmewettbewerb vorausgegangen, bei dem sich das aus der Landeshauptstadt stammende Unternehmen durchsetzen konnte.

Nach knapp fünfjähriger Vorbereitungszeit, gespickt mit Anträgen, vorbereitenden Untersuchungen, einem breiten Bürgerbeteiligungsverfahren mit mehreren Terminen und der genauen Festlegung des Sanierungsgebietes „Beamtenviertel und angrenzende Straßen“, könnten in diesem Jahr, mit etwas Glück, erste kleiner Baumaßnahmen aufgenommen werden.

Das Projektteam um Projektleiter Oliver Buchholz hat bereits mit der Einarbeitung in die umfangreichen Planungskonzepte und Städtischen Zielsetzungen begonnen.  Zu den wichtigsten ersten Aufgabenfelder des neuen Trägers zählt vor allem die Antragstellung für das Förderprogramm 2020, um die nötigen finanziellen Mittel für die geplanten Baumaßnahmen zu sichern. Im nächsten Bauausschuss soll eine finale Abstimmung der Prioritätenliste der Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden. Entsprechend der Liste wird die GOS schließlich weiterer Schritte in die Wege leiten, damit es zur Umsetzung kommt.

Parallel dazu sollen auch die Bürger über Fördermöglichkeiten informiert werden. Eine Informationsveranstaltung ist für April vorgesehen. „Die Voraussetzungen und Bedingungen im Bereich der Förderung privater Vorhaben haben sich deutlich zum Positiven verändert“, erklärte Mathias Granitzki. Somit gäbe es im Zuge der öffentlichen Veranstaltung viel Neues zu berichten, was für Hauseigentümer im Sanierungsbiet von großer Bedeutung sein könnte.

„Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Zusammenarbeit mit der GOS nicht nur erheblich entlastet werde, sondern dass wir einen sehr erfahrenen Ansprechpartner für die Bürger dazubekommen haben“, so Bauamtschefin Astrid Gasse. Auch Bürgermeister Martin Schmedtje zeigt sich zuversichtlich, dass es dem Unternehmen mit seinen Kenntnissen gelingen werde, den Grundstückseigentümern den Mehrwert der Städtebauförderung klarzumachen.

„In 15 Jahren wird man sagen, da hat die Ratsversammlung Weitblick gehabt“, so Schmedtje und weiter: „Wir zahlen einen Euro in das System ein und bekommen zwei Euro dazu.“

Bürgermeister Martin Schmedtje, GOS-Geschäftsführer Mathias Granitzki, dahinter Christina März als Leiterin der Fachabteilung Planung, Bauamtschefin Astrid Gasse und GOS-Projektleiter Oliver Buchholz