Brunsbüttel

Millionenprojekt: Vier-Sterne-Hotel an der Braake

Brunsbüttel bekommt ein Vier-Sterne-Hotel im Loft-Stil mit mehr als 80 Doppelzimmern, fünf Konferenzräumen, einer Bar und einem Restaurant mit internationaler Küche für bis zu 200 Gäste. Baubeginn ist Ende des Jahres. Im Sommer 2022 soll das Projekt fertiggestellt sein und 40 Menschen einen neuen Arbeitsplatz bieten.

Am Dienstagabend lud Bürgermeister Martin Schmedtje gemeinsam mit dem Brunsbütteler Bauherrenpaar Pia und Hans Helmut Schramm sowie dem Architekten Thomas Ladehoff zur öffentlichen Präsentation des rund 15 Millionen Euro schweren Neubauprojekts in den Bürgersaal des Elbeforums ein. Das öffentliche Interesse an den Plänen für den Bau eines 4-Sterne-Superior Hotel unmittelbar an der Brunsbütteler Braake war überraschend groß. Gleich mehrfach mussten Stühle nachgeholt werden, bis alle Besucher einen Platz gefunden hatten.

„Ich bin überwältigt bis platt, dass so viele Menschen der Einladung gefolgt sind“, so Schmedtje. Das rege Interesse bestätige ihn in dem Gedanken, dass dieses Bauprojekt nicht nur zu einem Meilenstein, sondern auch zur Initialzündung in der Schleusenstadt werden kann. „Ich bin mir sicher, die gesamte Stadt kann von diesem Projekt profitieren.“

Er sei persönlich sehr froh, dass das Ehepaar Schramm seine Idee aufgegriffen und sich innerhalb kürzester Zeit in das wunderschöne Grundstück an der Braake verliebt habe, betonte Bürgermeister Martin Schmedtje. Das Unternehmerpaar, das bereits seit zehn Jahren das Brunsbütteler Stammhotel „Kleiner Yachthafen“ betreibt und zwei weitere Gästehäuser auf Helgoland führt, verfolgt seit Jahren die Planungen für den Bau eines weiteren Hotels der gehobenen Kategorie in der Schleusenstadt.

„Der Ursprungsgedanke war in Hafennähe zu bauen“, erläuterte Thomas Ladehoff. Für den erfahrenen Architekten, der planerisch unter anderen für das Strandgut Resort in St. Peter-Ording sowie das im August des vergangenen Jahres in Büsum eröffnete Hotel „Lighthouse“ verantwortlich war, bedeutete der innerörtliche Standortwechsel, sich von der harten Hafenatmosphäre zu lösen und eine weiche, kleinteiligen Bauweise planerisch aufzunehmen. Das Ergebnis seiner Arbeit überzeugte sowohl die Bauherren als auch die Besucher der Informationsveranstaltung.

Der rund 6000 Quadratmeter große, vierstöckige barrierefreie Neubau, der über einen Bademantelgang mit dem Freizeitbad LUV verbunden sein wird, hat einiges zu bieten. So beherbergt das Gebäude neben 83 Doppelzimmern in fünf Kategorien, fünf Konferenz- und Veranstaltungsräume die sowohl getrennt als auch zusammen nutzbar sind und für bis zu 200 Personen ausgelegt sein werden. Ferner soll eine großzügige, atmosphärische Bar nicht nur Hotelgästen als Kommunikationspunkt dienen. In dem angesiedelten Restaurant, das über 130 Innenplätze und 70 Außensitzplätze verfügen wird, sollen Spitzenköche mit monatlich wechselnden Gerichten aus aller Welt internationales Flair versprühen. Eine feste Karte, gespickt mit norddeutschen Spezialitäten soll gleichzeitig die enge Verbundenheit zur Region unterstreichen. „Unsere Köche werden eng mit Landwirten und Produzenten rund um Brunsbüttel zusammenarbeiten“, betonte Hans Helmut Schramm.

„Wir planen weder das klassische Businesshotel noch das klassische Touristenhotel, sondern vielmehr eine harmonische Mischung“, so der Bauherr. Sowohl Geschäftskunden, die zuweilen in Hotels in Itzehoe oder Hamburg untergebracht werden, als auch Kurzzeittouristen oder Reisegruppen möchte das Ehepaar Schramm gemeinsam mit bis zu 40 Hotelmitarbeiter einen unvergesslichen Aufenthalt in der Schleusenstadt bescheren. Zudem sollen regionale Unternehmen eine Anlaufstelle erhalten, wo sie größere Schulungen und Konferenzen durchführen können. Aber auch für private Feierlichkeiten von Geburtstagen bis Hochzeiten soll der Gastronomiebereich des Hotels zu der Anlaufstelle in der Region werden. Neben den Veranstaltungsräumen im Hauptgebäude steht ein kleines Bootshaus an der Braake für Feierlichkeiten zur Verfügung, das über ein besonderes Flair verfügt.  

„Die Schleusenstadt hat viel Potenzial, dass es endlich mal auszuschöpfen gilt. Nicht einmal in Hamburg kommen die Menschen den Schiffen so nahe wie in Brunsbüttel“, zeigte sich Hans Helmut Schramm zuversichtlich, mit dem Neubauprojekt die Wirtschaft in Brunsbüttel zu stärken. Im selben Atemzug forderte er aber auch die Kommunalpolitik auf, ihren Beitrag zu besserer Vermarktung der Stadt zu leisten und die Stelle eines Standortmanager für den Bereich Marketing auszuschreiben.