Vermischtes Wirtschaft

Staffelübergabe – Sasol Brunsbüttel unter neuer Leitung

Führungswechsel bei Sasol: Seit dem 1. Oktober haben die rund 800 Mitarbeiter im Brunsbütteler Werk von Sasol einen neuen Chef. Nun übergab der bisherige Werkleiter Kay Luttmann (61) ganz offiziell die Leitung an seinen Nachfolger Peter Högenauer (52) und verabschiedete sich nach 32 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand.

„Ich arbeite mich bereits seit dem 1. September in die Prozesse ein und lerne die Mitarbeiter vor Ort kennen. Diese Übergangsphase und die offenen Ohren meines Vorgängers erleichtern mir den Einstieg enorm“, erklärte der neue Standortleiter. Um die umfassenden betrieblichen Abläufe besser verinnerlichen zu können, absolvierte der zweifache Familienvater und studierte Verfahrenstechniker unter anderen auch mehrere Nachtschichten an der Seite erfahrener Mitarbeiter.

Nach einer starken Wachstumsphase in den vergangenen Jahren, in der auch die Zahl der Mitarbeiter von 500 auf rund 800 gestiegen ist, hat sich Peter Högenauer das Ziel gesetzt, zunächst die Basis im Werk weiter zu festigen. Dazu zählt unter anderen der Ausbau der Infrastruktur als auch eine weitere Optimierung der alltäglichen Arbeitsabläufe. Zahlreiche Millionenprojekte, beispielgebend der Bau einer dritten Gasturbine sowie die Errichtung eines 30 Millionen Euro teuren Forschungs-, Entwicklungs- und Analytik-Zentrums, die Kay Luttmann als sein Vorgänger auf den Weg gebracht hat, gelte es erfolgreich abzuschließen, unterstrich Högenauer. Dieser war vor seinem Wechsel zu Sasol für die Produktionsabläufe in den drei Werken der Ruhröl GmbH -BP Gelsenkirchen verantwortlich.


Seinen Hauptwohnsitz wird Peter Högenauer voraussichtlich noch bis Mitte des kommenden Jahres im Ruhrgebiet belassen. Erst wenn die jüngste Tochter hier erfolgreich die Schule beendet hat, ist die Verlegung vorgesehen. „So lange muss ich halt pendeln“, erklärte der neue Werksleiter.

Kay Luttmann, der 2002 die Leitung des Werkes übernahm, wird dem Unternehmen noch bis zum 1. Januar 2020 als Geschäftsführer der Sasol Germany GmbH mit Sitz in Hamburg erhalten bleiben. Diese Funktion wird zukünftig Norbert Behrens, Vize-Präsident von Sasol Eurasian Operation weiterführen. Dieser hob die Leistungen von Luttmann hervor, die dazu geführt haben, dass sich

das Sasol-Werk in Brunsbüttel nicht nur zu einem bedeutenden Standort von Sasol entwickelt hat, sondern auch zu einem der größten Arbeitgeber der Region wurde.

„Ich freue mich, gemeinsam mit meiner Mannschaft in den zurückliegenden Jahren viel vorangetrieben zu haben“, so Luttmann. Insbesondere die Transformation des Brunsbütteler Werks zu einem Forschungsstandort, dass gemeinsam mit Kunden individuelle Lösungen entwickelt, sei ein großer Schritt für das Unternehmen gewesen. Privat, so erklärte Luttmann, wolle er mit seiner Frau auch weiterhin in Brunsbüttel wohnen bleiben. „Hier haben wir unsere Freunde und Bekannten“, so Luttmann, der zudem Vorsitzender des Brunsbütteler Rotary Club ist. „Im Zuge dieses Amtes bin ich derzeit damit beschäftigt, eine über 100 Kilometer lange Benefiz-Radtour zu planen sowie die Gründung eines Rotary Club für Jugendliche auf den Weg zu bringen“, sagte der künftige „Un-„Ruheständler.