Brunsbüttel

Fassadenssanierung abgeschlossen

Investition mit Strahlkraft: Rund drei Jahre und vier Monate mussten sich Schüler und Lehrer am Brunsbütteler Gymnasium mit Baulärm, Schmutz, abgesperrten und ausgelagerten Räumen arrangieren. Während dieser Zeit wurde die komplette Fassade des Schulgebäudes saniert sowie ein Fachklassentrakt angebaut. Zehn Millionen Euro flossen in die Maßnahmen. Drei Monate später, als zum Projektbeginn im Juli 2016 prognostiziert, sind seit gestern alle Klassenräume wieder bezugsfertig und für den Unterricht freigegeben. „Im Schulgebäude selbst und auch im Innenhof finden noch einige Restarbeiten statt“, sagte Bauamtschefin, Astrid Gasse. Zu der Verzögerung sei es aufgrund eines Brandes in der Aula und des angrenzenden Musikraums, sowie einer unerwarteten Trennung vom Trockenbauer gekommen, dessen Gewerk neu ausgeschrieben werden musste.

„Für uns kommt die Fertigstellung einer vorgezogenen Weihnachtsüberraschung gleich”, so Schulleiter Hans-Walter Thee. Es sei eine große Herausforderung für alle Beteiligten gewesen, die kompletten Baumaßnahmen während des laufenden Schulbetriebes durchzuführen. Das zwischenzeitlich die Nerven schon mal blank lagen, daraus machte die Lehrerschaft keinen Hehl. Schulleiter Hans-Walter Thee nahm es zwischenzeitlich gar mit Galgenhumor und äußerte: „Baulärm ist allmählich zu Musik auf meinen Ohren geworden.“

Doch nach Auffassung der Schüler und Lehrer haben sich die Strapazen gelohnt. Der Schulkörper gleicht einem Neubau und auch in den Klassenräumen hat sich viel getan. Durch die energetische Sanierung und der Installation neuer Heizungen ist es in den einzelnen Klassenräumen spürbar wärmer geworden. Die Räume im ersten Obergeschoss haben sich zudem leicht vergrößert.  Ein neues Lichtkonzept lässt die Räume heller wirken und die digitale Ausstattung der Klassenräume ermöglicht einen modernen Unterricht.

„Mit Neubau der Gemeinschaftsschule und einem komplett sanierten Gymnasium, dass beinahe einem Neubau gleicht, sind wir hier vor Ort überdurchschnittlich gut aufgestellt“, unterstrich Bürgermeister Martin Schmedtje. Die Investition eines hohen Millionenbetrags in die Schulbauten sei angesichts der schwierigen Haushaltslage, ein deutliches Zeichen dafür, welch hohen Stellenwert das Thema Bildung in Brunsbüttel genießt. Politiker und Schulleiter aus anderer Kommunen hätten bereits die Schleusenstadt bereist, um sich hier Tipps und Ratschläge einzuholen. „Im kommenden Jahr werden wir ausnahmslos das DigitalPakt umsetzen und hoffentlich auch zu einer einvernehmlichen Einigung mit der Versicherung bezüglich der Aula kommen“, so Schmedtje. Seit dem Brand vor rund eineinhalb Jahren steht der Wiederaufbau der Aula und des Musikraums aus. Bislang konnten sich Stadt und Versicherung nicht über die Schadenssumme einigen. Ein Ende der Gespräche sei jedoch in Sicht, gab Astrid Gasse bekannt. Im Vergleich zu den nun zurückliegenden Baumaßnahmen sind die zu erwartenden Beeinträchtigungen nahezu irrelevant.

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Bürgermeister Martin Schmedtje, Bauleiter Ralf Momsen, Bauamtschefin Astrid Gasse und Schulleiter Hans-Walter Thee freuen sich über die Fertigstellung der Fassadensanierung