Ecklak Wilstermarsch

Klärschlamm aus der Wilstermarsch bereitet Sorgen

Gemeinden suchen nach langfristiger Lösung – Die Abwasserentsorgung bereitet einigen Gemeinden aus der Wilstermarsch derzeit einiges Kopfzerbrechen, so auch der Gemeindevertretung Ecklak. Bis Ende 2017 wurde der gemeindliche Klärschlamm aus Kleinkläranlagen zur Entsorgung in die Kläranlage der Schleusenstadt Brunsbüttel gebracht. Für viele Gemeinden überraschend folgte ein Entzug der Einleitgenehmigung.

Anfang 2018 hat die Firma Remondis kurzerhand die Abfuhr des gemeindliche Klärschlamm übernommen. Seither wird dieser ins rund 75 Kilometer entfernte Hetlingen südlich von Elmshorn gefahren. Die notwendige Einleitungsgenehmigung kann hier nur jährlich erteilt werden. Eine langfristige Planungssicherheit gibt es für Gemeinden wie Ecklak somit nicht.  Im Rahmen der Lösungssuche habe es mehrere Gespräche mit dem Kommunalservice, dem Wasserverband Unteres Störgebiet sowie weitere Amtsverwaltungen wir dem Amt Breitenburg, Amt Schenefeld, Amt Itzehoe-Land und dem Amt Krempermarsch gegeben, teilte Bürgermeister Jörn Schmedtje im Rahmen der Sitzung der Gemeindevertretung Ecklak mit.

Erörtert wurde unter anderen die Möglichkeit einer Anlieferung beim Kommunalservice Itzehoe.

Da die derzeitigen Schlammannahmekapazitäten vom Kommunalservice, für die kalkulierbaren Anlieferungsmengen der am Gespräch beteiligten Kommunen nicht ausreichen würde, erklärte sich der Kommunalservice bereit, seine Anlagen zu vergrößern. „Diese Erweiterung würde zwar anteilige Investitionskosten und somit eine Gebührenerhöhung mit sich ziehen, sie würde jedoch darüber hinaus auch eine Planungssicherheit von bis zu 20 Jahren gewährleisten“, so Schmedtje.

Damit die vorbereitenden Planungen weiter verfolgt werden könnten fasste die Gemeindevertretung den Beschluss, die Aufgaben zur Abwasserbeseitigungspflicht wieder an das Amt Wilstermarsch zu übertragen damit dieses mit dem Wasserverband Unteres Störgebiet in Verhandlungen treten kann.