Wilster

Keine Anhebung der Grund- und Gewerbesteuern

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Grund- und Gewerbesteuern bleiben vorerst konstant: Im kommenden Jahr wird es in Wilster keine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern geben. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Finanzausschusses in der vergangenen Woche einstimmig. Konstant bleibt ebenfalls die Hundesteuer. Lediglich die Spielgerätesteuer (Vergnügungssteuer) klettert von 12 auf 13 Prozent. Von der Erhebung einer Zweitwohnungssteuer wird aufgrund der Unwirtschaftlichkeit abgesehen.

Nach der aktuellen Steuerschätzung von Mai 2019 ergibt sich aufgrund der weiterhin guten wirtschaftlichen Lage bei Bund, Ländern und Kommunen auch in den nächsten Jahren ein Anstieg der Steuereinnahmen. Seit zwei Jahren können die aufgelaufenen Defizite der Kommunen in Schleswig-Holstein sukzessive abgebaut werden, heißt es in einem Schreiben aus dem Kieler Innenministerium. Damit dies so bleibt, sollen die Gemeinden auch weiterhin den Gürtel eng schnallen. 

Erst im vergangenen Jahr hatte die Stadt entsprechend der Vorgaben des Landes die Hebesätze bei unbebauten Grundstücken von 370 auf 380 Prozent, bei den bebauten Grundstücken sogar von 390 auf 425 Prozent sowie die Gewerbesteuern von 370 auf 380 in Wilster angehoben. Damit liegt die Marschenstadt auf gleichem Niveau mit Itzehoe und Glückstadt.

Da Wilster aufgrund eines Millionenloch in der Stadtkasse auf die Fehlbetragszuweisungen vom Land angewiesen ist, sahen sich die politischen Gremien zu diesem Schritt gezwungen. Denn: Empfangsberechtigt sind nur jene finanziell angeschlagenen Kommunen, die die eigenen Einnahmequellen und sämtliche Einsparmöglichkeiten in Gänze ausgeschöpft haben.

Nachdem in Wilster bereits 2018/19 alle Vorgaben des Landes entsprechend der dafür vorgesehen Richtlinien erfüllt worden sind, sehen die Mitglieder des Finanzausschusses derzeit keine weiteren Einspar- oder Einnahmemöglichkeiten.