Brunsbütteler Schulneubau
Wilster Wilstermarsch

Vorbereitende Planungen für neues Schulgebäude laufen

Eindrucksvolle Schulbereisung: Als überaus aufschlussreich werteten die Mitglieder des Bauausschusses des Schulverbandes Wilstermarsch sowie des Schulverbandsvorstandes die Bereisung der Schulneubauten in Brunsbüttel und Wilster. Insbesondere durch die offenen Gespräche mit den örtlichen Schulleitern konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Einsichten, die für das mit elf Millionen Euro veranschlagte Grundschulbauprojekt in der Marschenstadt von maßgebender Bedeutung sind.

Noch vor der Bereisung keimten in den Gremien anlässlich der berechneten Baukosten unter anderen die Überlegung auf, die Größe der Klassenräume zu reduzieren. Eine Maßnahme, die die anstehende finanzielle Belastung für die Gemeinden schmälern sollte. Insbesondere der Schulleiter der Brunsbütteler Gemeinschaftsschule Hans-Peter Stein riet hiervon eindringlich ab. Nach Aussage von Ecklaks Bürgermeister, Jörn Schmedtje hätte sich dieser im Nachhinein deutlich größere Unterrichtsräume von bis zu 80 Quadratmetern für seine Schule gewünscht. Die Erläuterungen des Schulleiters aus der Schleusenstadt überzeugten die Gäste aus der Wilstermarsch.

Einstimmig empfahl der Bauausschuss am Montagabend dem Schulverbandsvorstand, die Planungen des Grundschulneubaus hinsichtlich der Größe der Klassenräume nicht zu verändern. Dem Anraten kam der Schulverbandsvorstand in der sich unmittelbar anschließenden Sitzung geschlossen nach.
Im Juni hatte Architekt Nils Dethlefs den Gremien die Baupläne für die Wolfgang-Ratke-Schule vorgestellt. Die Größe der einzelnen Klassenräume wurden hier mit etwa 76 Quadratmetern angegeben.

Der Neubau der Brunsbütteler Gemeinschaftsschule überzeugte die Gäste aus der Marschenstadt
Sowohl der Schulneubau in Brunsbüttel (FOTO) als auch in Wesselburen überzeugten die Gäste aus der Marschenstadt – Eine Holzfassade lehnt dieser jedoch ab.

Büttels Bürgermeister, Kurt Friedrichs stellte die Frage, ob ergänzend zur Massiv- auch die Holzständerbauweise für den Schulneubau in Betracht gezogen worden sei. „Meinen Kenntnissen nach soll diese Bauvariante nicht nur kostengünstiger sein, sondern zudem zahlreiche Vorzüge aufweisen, dazu zählt auch eine deutlich verkürzte Bauzeit“, so Friedrichs. Der Schulverbandsvorstand nahm diesen Einwand auf und sprach sich dafür aus, den Architekten zu beauftragen, eine entsprechende Entwurfsplanung samt Kostenermittlung zu fertigen.

Zudem soll dieser eine Dachausführung mit Neigung prüfen. Einige Mitglieder sowohl des Bauausschusses als auch des Schulverbandsvorstandes hatten ihre Bedenken geäußert, dass ein flach geneigtes Dach, welches einem herkömmlichen Flachdach ähnelt, sehr anfällig für Beschädigungen sei. 

Die im Zuge der Schulbereisung geäußerten Empfehlungen der beiden Schulleiter wolle man sich zu Eigen machen, klang es aus den Ausschüssen. So werde man darauf achten eine ausreichend große Freispielfläche zu schaffen, die auch für die sonderpädagogische Förderung genutzt werden kann.

Auch wolle man darauf achten, dass die Ästhetik des Schulneubaus nicht vor seine Funktionalität gestellt wird und somit unnötige Kosten für beispielgebend maßgeschneiderte Heizkörper entstehen.