Karussell Breakdance
Wilster

Wilster Jahrmarkt hat Potenzial

Das Einläuten des nächsten Wilsteraner-Jahrmarktes findet zwar erst in einigen Monaten statt, doch schon jetzt laufen die Vorbereitungen hierfür im Hintergrund an. Bei der prüfenden Rückschau der diesjährigen Veranstaltung konnte die eigens gebildete Arbeitsgruppe Jahrmarkt einige Erkenntnisse gewinnen.

Im Sozialausschuss lieferte Bürgermeister Walter Schulz (CDU) einen kurzen Rückblick auf das Traditionsfest und einen Überblick über die erlangten Einsichten. Mit einer Ausschau auf den bevorstehenden Jahrmarkt hielt er sich jedoch bewusst zurück. Einige Ideen für unterschiedliche Aktivitäten auf dem fünftägigen Volksfest habe die Arbeitsgruppe bereits. Deren Umsetzung gelte es in den kommenden Monaten zu konkretisieren. Angesichts der defizitären Haushaltslage sei die Gruppe gezwungen kostenneutral zu planen. Somit stünde die Arbeitsgruppe einer besonderen Herausforderung gegenüber, wenn es darum geht, publikumsziehende Ideen zu entwickeln, unterstrich der Bürgermeister. Auch einige Bewerbungen von Schaustellern seien bereits eingegangen. Darunter sei auch ein neues Fahrgeschäft, welches bislang noch nie auf dem Wilster Jahrmarkt vertreten war und eine große Attraktion wäre. „Wir wollen keine Erwartungen schüren, die wir später nicht erfüllen können, daher werden wir erst wenn alles in trockenen Tüchern ist konkret und auch Namen nennen“, so Walter Schulz.

Bürgermeister Walter Schulz:
„Der Wilster-Jahrmarkt hat Potenzial, doch nur durch Umsatz werden wir den Jahrmarkt dauerhaft halten können“

Aus Sicht der Arbeitsgruppe fielen die Besucherzahlen für die diesjährige Ausgabe des traditionellen Volkfestes so schlecht gar nicht aus. Positiv beeinflusst wurden die Zahlen durch das milde Wetter. Für große Zufriedenheit und Begeisterung sorgte insbesondere das Brilliantfeuerwerk. „Für das diesjährige Feuerwerk wurde eine andere Firma verpflichtet, die nur geringfügig teurer war“, so Schulz. Das präsentierte Lichtspiel am Wilsteraner Abendhimmel sei nach Auffassung des Festgremiums deutlich besser gewesen, als in den Jahren zuvor, somit habe sich der finanzielle Mehraufwand gelohnt. Die erhobene Kritik, der Jahrmarkt würde immer kleiner werden und durch fehlende Fahrgeschäfte an Attraktivität verlieren, sei verständlich. Schulz schilderte, dass in diesem Jahr zwei Fahrgeschäfte überraschend weggefallen seien. Die Betreiber hätten sich aus unterschiedlichen Gründen kurzfristig abgemeldet. Bedauerlicherweise so abrupt, dass in der Kürze der Zeit kein Ersatz mehr organisiert werden konnte. Im Zusammenhang mit der erhobenen Kritik machte Schulz jedoch auch deutlich: „Nur durch Umsatz werden wir den Jahrmarkt dauerhaft halten können, doch dabei stehen wir in harter Konkurrenz zu den Vergnügungsparks.“

Die Schausteller zeigten sich nach Angabe von Walter Schulz zufrieden mit dem Wilster-Jahrmarkt. In Gesprächen mit dem Bürgermeister hätten diese beteuert, dass sie auch künftig zu der Veranstaltung stünden und diese beschicken wollen. Dem Wunsch des Bürgermeisters würden sie entsprechend Berufskollegen ansprechen und anregen, sich auch auf dem Wilster-Jahrmarkt zu präsentieren.

Landesweit haben Jahrmärkte derzeit einen schweren Stand

Von Seiten der Schausteller wurde die Forderung nach einer Gebührenreduzierung laut. „Meine Antwort diesbezüglich war, dass ich kein Potenzial für eine Verringerung sehe, dieses Thema jedoch in die Ausschüsse trage“, sagte Schulz. Für den Jahrmarkt wurden Gesamtkosten in Höhe von rund 23.200 Euro ermittelt. Im Zuge des eigens hierfür eingeräumten Tagesordnungspunkt äußerte die Sozialausschussvorsitzende Natascha Böhnisch (SPD): „Aus finanzpolitischer Sicht müsste man die Gebühren eigentlich erhöhen, doch ich denke wir sollten diese vorerst so belassen.“ Dieser Meinung schlossen sich auch die Christdemokraten an. Entgegen der vorgeschlagenen drei Jahre sprachen sich diese jedoch für einen zweijährigen Kalkulationszeitraum aus, in dem die Gebühren konstant gehalten werden sollen.