Brunsbüttel

Zob nach Modernisierung für Linienverkehr freigegeben

21 Wochen wurde am zentralen Busbahnhof der Schleusenstadt gebaut. Am Freitag erfolgte die offizielle Fertigstellung und feierliche Freigabe, des ursprünglich in den 80er Jahren errichteten ZOB.

Foto: Bauamt Claudia Brakhage, Bürgervorsteher Michael Kunkowski, Kreis Jacqueline Pusch, Ingenieur Roland Wollatz, Bürgermeister Martin Schmedtje, Landrat Stefan Mohrdieck, Bauunternehmer Gunar Herzberg

„Dieser Platz wurde zu einem zeitgemäßen und barrierefreien Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr ausgebaut“, brachte es Bürgermeister Martin Schmedtje auf den Punkt.

Die vier Busbuchten in der Mitte des Platzes wurden entfernt und durch eine Mittelinsel ersetzt.

Betonsteinpflaster auf der Fahrbahn und den Gehwegen sorgen künftig für ebene Trittflächen. Zudem wurden die Gehwege farblich abgesetzt und ein Blindenleitsystem integriert, damit es blinden und hochgradig sehbeeinträchtigten Menschen leichter fällt, sich zu orientieren und sicherer zu bewegen. Helle, lichtdurchlässige Wartehäuschen ermöglichen es den Fahrgästen, unmittelbar an den Haltestellen auf den passenden Bus zu warten, was in dieser Form zuvor nicht gegeben war. 

Ursprünglich sollte die vom Albersdorfer Ingenieurbüro Sass und Kollegen geplante und vom Straßen und Tiefbauunternehmen Gunar Herzberg aus Brunsbütteler umgesetzte Maßnahme schon sechs Wochen früher fertig sein. Die Stadt hatte die umfangreichen Erdarbeiten jedoch genutzt, um damit einhergehend den Regenwasserkanal erneuern zu lassen. Zudem wurde die anliegende Grünfläche umgestaltet.

Insgesamt 640.000 Euro wurden in die Modernisierung der vier Haltestellen investiert. Der Eigenanteil der Stadt an den Baukosten betrug 211.000 Euro. Aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) flossen rund 374.000 Euro an Fördermitteln in den systemgerechten Ausbau. Weitere 55.000 Euro steuerte der Kreis Dithmarschen bei.

„Es gab Zeiten in denen das Kopfsteinpflaster, welches zuvor den Platz prägte, ungeachtet der damit verbundenen Stolperfallen für ältere und gehbehinderte Menschen, tatsächlich modern war“, zeigte sich auch Stefan Mohrdieck vom Ergebnis der Umbaumaßnahme beeindruckt. Die Eröffnung des neu gestalteten ZOB war für den Landrat von besonderer Bedeutung, hatte er zu seiner Zeit als Verwaltungschef der Schleusenstadt, die Maßnahme federführend auf den Weg gebracht. 

„Es ist vorbildhaft, wie Brunsbüttel dieses Projekt umgesetzt hat, welches eine soziale Teilhabe ermöglicht“, so Mohrdieck.  Zudem sei diese Maßnahme ein wichtiger Teil des Schnellbus-Projektes gewesen. „Die Fahrgastzahlen für den Schnellbus Brunsbüttel-Itzehoe gehen allmählich nach oben“, betonte der Landrat. Wichtig sei es, diesem Projekt die nötige Zeit zu geben. Erfahrungsgemäß bedarf es einem gewissen Zeitrahmen, bevor die Akzeptanz beim Bürger wächst. Neben einer Direktverbindung nach Itzehoe wünscht sich nicht nur Bürgermeister Martin Schmedtje sondern ebenfalls der Landrat einen weiteren Direktbus. Dieser soll die Fahrgäste schneller nach Heide bringen. Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht, haben es sich Land und Kreis zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung in den ländlichen Räumen voranzubringen.

Vor der Modernisierung
Nach der Modernisierung