Wilster

Jugendparlament: SPD scheitert mit Antrag

Die Arbeit im Kinder- und Jugendparlament hat wieder Fahrt aufgenommen. Ende September erfolgte der erfolgreiche und vielversprechende Neustart. Diesen nahm die SPD-Fraktion zum Anlass, um im Sozialausschuss erneut über eine Erhöhung der Altersgrenze für Jungparlamentarier auf 21 Jahre abstimmen zu lassen. Zudem sprach sich die SPD dafür aus, auch Kindern und Jugendlichen aus den 14 Amtsgemeinden der Wilstermarsch die Teilnahme am Kinder- und Jugendparlament der Marschenstadt zu ermöglichen. Die derzeitige Satzung sieht vor, dass sich das Gremium aus jeweils zwei Vertretern der Schulen und der Kirchengemeinde Wilster, sowie jeweils einem Vertreter des Jugendzentrums, Jugendfeuerwehr und der Wilsteraner Vereine und Verbände mit aktiver Jugendarbeit zusammensetzt. Weitere Kinder und Jugendliche aus der Marschenstadt können zwar an den Sitzungen teilnehmen, verfügen jedoch nicht über ein Stimmenrecht. Eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus der Wilstermarsch ist darüber hinaus nicht vorgesehen.

Geschlossen sprachen sich die Christdemokraten gegen den Antrag aus. „Wir sehen keinen Bedarf für eine weitere Diskussion über dieses Thema und sollten doch erst einmal sehen, wie sich die Sache entwickelt“, bügelte der CDU-Fraktionsvorsitzende Mark Dethlefs das Begehren der SPD ab.

Erst im Juni dieses Jahres waren die Sozialdemokraten schon einmal in der Ratsversammlung, mit diesen und weiteren Änderungsvorschlägen für die Satzung des KiJuPas, an der Stimmenmehrheit der CDU gescheitert.

„Im Zuge der jüngsten KiJuPa-Sitzung zeigte sich, dass der überwiegende Teil der Jugendlichen nicht direkt aus Wilster stammt, sondern in der Wilstermarsch ortsansässig ist“, erklärte die Sozialausschussvorsitzende Natascha Böhnisch (SPD) den erneuten Vorstoß ihrer Partei und sagte weiter: „Damit diese Jugendlichen, die sich sehr einbringen, weiter aktiv mitarbeiten können, ist für die SPD-Fraktion eine Änderung der Satzung notwendig.“ Die Anhebung der Altersbegrenzung begründete Böhnisch damit, dass ältere Jugendliche besser in der Lage seien, die jüngeren zu führen, ferner fällt es ihnen häufig leichter, komplizierte Sachzusammenhänge in der Kommunalpolitik zu verstehen und diese den jüngeren Parlamentariern zu vermitteln.