Wilster

Neue Standortvariante für Feuerwehr-Neubau

Werner von Osten bietet Betriebsgelände zum Kauf an – Die Standortfrage für den Feuerwehrneubau wurde dadurch neu entfacht.

Standortfrage für Feuerwache neu entfacht: Zum 20. Dezember dieses Jahres schließt das seit 53 Jahren in Wilster ansässige Familiengeführte Unternehmen „Werner von Osten“ seinen Betrieb. Das etwa 1650 Quadratmeter große Betriebsgebäude samt dem rund ein Hektar großen Firmengelände in der Straße Am Bahndamm 3, welches das Handels- und Handwerksunternehmen für Land- und Baumaschinen 2009 von dem Busunternehmen Quandt übernahm, wird aktuell zum Kauf angeboten. Die Stadt hat bereits reges Interesse an dem Erwerb des Objekts angekündigt. Denn: Sowohl von der Lage als auch von der Größe würde es sich als Standort hervorragend für die Errichtung einer neuen Feuerwache eignen.

Bevor die Stadt in konkrete Kaufgespräche mit dem Verkäufer treten kann, muss der Gutachterausschuss des Kreises Steinburg den genauen Grundstückwert ermitteln. Der Auftrag hierfür wurde bereits erteilt. Das Ergebnis wird im November erwartet. Angeboten wird das Objekt derzeit über das Internet mit 760 000 Euro zuzüglich einer Maklergebühr in Höhe von 3,57 Prozent.

„Wir rechnen damit, dass wir Anfang November die Zahlen vom Gutachterausschuss erhalten, mit denen wir dann in die Kaufverhandlungen eintreten können und hoffen auf einen positiven Ausgang der Verhandlungen“, so Roman Stöckmann, Leiter Technisches Bauamt in der Amtsverwaltung.

Im Auftrag des Bauausschusses hat sich Architekt Thomas Rader das Gebäude samt Grundstück bereits genauer angesehen und den Kommunalpolitikern nun eine Machbarkeitsstudie präsentiert. Aus dieser geht hervor, dass die Errichtung einer Feuerwache dort, gegenüber den bisher vorgestellten Varianten für den Bau einer Feuerwache in der Doosstraße, über einige Vorzüge verfügt.

Ein entscheidender Vorteil ist die Grundstücksgröße. Diese bietet neben ausreichend Parkraum auch Platz für Lager- und Übungsflächen. Zudem besteht die Möglichkeit, bei einem aufkommenden Bedarf, die Feuerwache baulich zu erweitern.

Kommt es zu einer Umsetzung des Bauvorhabens an diesem Ort, könnte der Bauhof auch künftig in gewohnter Form, das Grundstück in der Doosstraße nutzen. Die Feuerwehr würde nach der Fertigstellung der neuen Wache lediglich den Umzug vollziehen müssen. Somit bräuchte sich während der Bauzeit weder der Bauhof noch die Feuerwehr mit Provisorien arrangieren.

Vor einer Nutzung des 1992 errichteten Betriebsgebäudes Am Bahndamm 3 als Feuerwache, müsste dieses umfassend Grundsaniert und auf einen Neubaustandart gebracht werden. Einer ersten Kostenaufstellung des Architekten nach, ist hierfür mit einer Bausumme von rund 3,5 Millionen Euro zu rechnen. Da bei der neuen Standortvariante einige Finanzposten wegfallen würden, die bei der Projektumsetzung in der Doosstraße zu entrichten wären, belaufen sich die Gesamtkosten auf circa 4 Millionen Euro. Damit liegt die sechste vorgestellte Variante des Architekten preislich auf einem guten Niveau. Die bislang zur Diskussion gestellten Baukonzepte lagen allesamt zwischen 4 und 6,7 Millionen Euro.

Die Sanierungskosten für das Gebäude Am Bahndamm 3 unterscheiden sich in der Machbarkeitsstudie nur unwesentlich von den Neubaukosten in der Doosstraße. Der Bauausschuss hat den Architekten Thomas Rader daher damit beauftragt, eine Kostenermittlung für einen Abriss des bestehenden Gebäudes und einen Neubau auf der bereits vorhandenen Gründung zu ermitteln.