Wilster

Ein leises Jubiläum

Vom Keditverein zur ältesten Filiale der Volksbank Pinneberg-Elmshorn

Vom Keditverein zur ältesten Filiale der Volksbank Pinneberg-Elmshorn

Unerwarteter Geldsegen für zwei Wilsteraner Vereine. Zurückhalten und fast unbemerkt von der Öffentlichkeit feiert die Wilsteraner Geschäftsstelle der Volksbank Pinneberg-Elmshorn bereits am 25. April ein ganz besonderes Jubiläum. Seit nun mehr 150 Jahren hat das ursprünglich als Kreditverein gegründete und bis 1983 unter der Bezeichnung Volksbank Wilster agierende genossenschaftliche Geldinstitut seinen Sitz in der Marschenstadt. „Durch die Fusion mit der Volksbank Elmshorn und 2014 mit der Volksbank Pinneberg hat die Geschäftsstelle zwar ihren ursprünglichen Namen, jedoch in keinem Fall ihren engen Bezug zur Region verloren“, betonte Volksbank-Vorstand Stefan Witt am Dienstagnachmittag. Gemeinsam mit dem Regionalleiter Nord, Mark Hauschildt und Geschäftsstellenleiterin Anke Wohlert hatte dieser mit Hilke Schröder die Vorsitzende des MTV Wilster und Anton Brade den Vorsitzenden des Vereins „Alte Schule- Bildung und Kultur Wilstermarsch“ in die Wilsteraner Geschäftsstelle eingeladen, um unmittelbar den Beweis anzutreten.

„Nicht wir, sondern unsere Kunden haben entschieden welche zwei Vereine aus der Region eine finanzielle Förderung erhalten sollen, die wir anlässlich unseres Jubiläums vergeben möchten“, erläuterte Mark Hauschildt. Rund 50 Kunden hatten am Jubiläumstag im April Vorschläge eingereicht. Die beiden am häufigsten genannten Vereine wurden schließlich als Sieger und somit als Spendenempfänger von jeweils 1500 Euro ermittelt. „Für die Kindersportgruppen möchten wir gerne aufblasbare Gymnastikmatten kaufen. Da diese speziellen Bodenschutzmatten nicht gerade günstig sind, kommt die Spende für uns wie gerufen“, sagte Hilke Schröder, während vom Kulturhaus Wilster niemand zur Spendenübergabe erschien. 


Eine weitere Überraschung hielt Volksbank-Vorstand Stefan Witt zudem für die Stadt Wilster bereit. An Bürgermeister Walter Schulz überreichte dieser einen schweren Aktenordner mit in zeitlicher Reihenfolge sortierten Bildern und Dokumenten zur 150-jährigen Geschichte der Wilsteraner Geschäftsstelle der Volksbank Pinneberg-Elmshorn. „Dieses Standort hat einen sehr hohen Stellenwert in unserem Unternehmen, da er neben Pinneberg, Glückstadt und Elmshorn zu den ältesten Standorten zählt und uns zeigt, dass die genossenschaftliche Idee gut ist und sogar über Jahrhunderte hält“, so Witt. Die Bankenchronik, an der mit Helmut Jacobs und Karin Schröder auch zwei Wilsteraner mitgewirkt haben, wird Teil des Stadtarchivs werden. Dieses soll bis Ende des Jahres wieder ins Neue Rathaus zurückkehren, welches es aufgrund von Baumaßnahmen verlassen musste. „Wir werden das Archiv auch der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen“, erklärte Walter Schulz. Aufgrund zahlreicher negativer Erfahrungen in der Vergangenheit wird dieser jedoch nur eingeschränkt erfolgen und nach vorheriger Anmeldung, teilte der Bürgermeister ferner mit.

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