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WKK Brunsbüttel steht vor Veränderungen

Brunsbüttel - Im Kieler Ministerium gehen die Verhandlungen zwischen dem WKK Brunsbüttel und den Krankenkassen in die heiße Phase. In der kommenden Woche sollen hier Entscheidungen gefällt werden. Für Mittwoch ist bereits eine Personalversammlung vorgesehen. Mitarbeiter sollen als erstes Erfahren, wie sich die Zukunft des Westküstenklinikums gestaltet. Im Zuge eines Pressegesprächs werde am Folgetag die breite Öffentlichkeit über die Ergebnisse, die am Verhandlungstisch gefällt wurden, in Kenntnis gesetzt, kündigte WKK-Geschäftsführer Harald Stender am Dienstagabend an. „Wir befinden uns derzeit in sehr intensiven Gesprächen, daher kann und möchte ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht dazu äußern, wie es mit Brunsbüttel weitergeht“, wehrte der Klinikchef im Rahmen der Hauptversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Westküstenklinikums Brunsbüttel Fragen zum Fortbestand des Hauses ab. Aufgrund der Verhandlungen hatte die Geschäftsleitung des Klinikums unter anderen von geplanten Veränderungen wie beispielsweise an der zentralen Aufnahmestation und der IMC als interdisziplinäres Bindeglied zwischen der Intensivstation und der Normalstation Abstand genommen. Ob diese Planungen wieder aufgenommen werden können, entscheidet sich erst noch. Für 2013 konnte Harald Stender einen deutlichen Anstieg der Patientenzahlen, die sich zur stationären Behandlung im WKK Brunsbüttel befanden, verkünden. Insgesamt 6139 Patienten wurden auf den verschiedenen Stationen aufgenommen. Etwa 1000 mehr als noch im Vorjahr. Die Verweildauer betrug durchschnittlich 5,9 Tage. Hauptverantwortlich für die Verkürzung der Aufenthaltszeit der Patienten im Krankenhaus, sei unter anderen das Case-Management, unterstrich Stender. Eine Optimierung der Behandlungsabläufe bei den einzelnen Patienten, dazu zählt unter anderen die Verkürzung der Wartezeit auf Behandlungstermine, hätten die Verweildauer positiv beeinflusst. „Jedoch ist nicht jeder Patient mit dieser Entwicklung glücklich. Bei dem einen oder anderen entsteht dadurch schon mal der Eindruck zu schnell abgefertigt worden zu sein“, zeigte der Klinikchef Verständnis für die subjektive Wahrnehmung mancher Patienten. Auch 2014 reißen die Anstrengungen des WKK Brunsbüttel nicht ab, ein möglichst breit gefächertes Behandlungsangebot unter einem Dach zu vereinen. So konnte unter anderen für den Bereich der Onkologie ein weiterer Kooperationsvertrag abgeschlossen werden, während weitere Verhandlungen um die Zusammenarbeit in anderen Bereichen vor möglichen Abschlüssen stehen. Eine weitere, wichtige Errungenschaft ist die Zusammenarbeit mit dem „No. 2 People´s Hospital“ im chinesischen Guilin, an der Grenze zu Vietnam. „Im Rahmen der Kooperation ist durchaus geplant, Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) in Brunsbüttel auszuprobieren“, teilte der WKK-Geschäftsführer auf Nachfrage aus der Gruppe der zahlreich erschienenen Vereinsmitglieder mit. Harald Stender, der sich im September in den Ruhestand verabschiedet und seinen Posten an seine Nachfolgerin Dr. Anke Lasserre übergeben wird, bedankte sich beim Förderverein für die tatkräftige Unterstützung. Im vergangenen Jahr entlastete der rund 175 Mitglieder starke Verein das WKK Brunsbüttel mit einer Summe von über 33400 Euro. Neben Fortbildungen wurden unter anderen Anschaffungen einer Dialyseliege, Defibrillatoren und weiterem medizinischem Zubehör, aber auch Kunst zur Gestaltung der Flure und offenen Gänge, über die Mitgliedsbeiträge des Vereins und eingeworbene Spendengelder finanziert, teilte die Fördervereinsvorsitzende Jutta Dohr mit. Dank und Anerkennung erntete der Vereinsvorstand nicht nur vom Klinikchef, sondern auch von den Vereinsmitgliedern. Diese sprachen im Zuge der Wahlen nicht nur der stellvertretenden Vorsitzenden Karin Süfke durch Wiederwahl ihr Vertrauen aus, sondern auch gleich fünf Beisitzern, die en bloc in ihren Ämtern bestätigt wurden.
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