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Warnwildreflektoren für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Brunsbüttel 15.03.2015 - Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr – Bereits 2013 montierten Brunsbütteler Jäger über 100 Warnwildreflektoren auf einer Länge von rund zwei Kilometern im Bereich der B5-Abfahrt Brunsbüttel Zentrum. Eine Aktion mit Erfolg. In dem Bereich, in dem die Leitpfähle mit der blauen, mikroprismatischen Reflexionsfolie ausgestattet wurden, ging die Zahl der Wildunfälle deutlich zurück. Lediglich zwei Unfälle wurden in dem Areal dokumentiert, in dem zuvor noch etwa zwölf Wildtiere ihr Leben lassen mussten. „Beide Unfälle ereigneten sich am helllichten Tag“, sagt der Leiter des Hegering 14 Michael Timmermann. Die Hoffnung unter den Jägern ist somit groß, mit der Reflexionsfolie endlich ein effektives, dauerhaftes Mittel gefunden zu haben, die Zahl der Rehwildunfälle zu reduzieren. „Wir haben schon alles möglich versucht, um Wild und Autofahrer zu schützen“, so Timmermann. Leuchtbändern, in Sträuchern aufgehängte CDs, Alufolie an Bäumen, Duftzäune und Warnschilder „Achtung Wildwechsel“ brachten jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Einer repräsentativen Studie zur Folge ging die Zahl der Wildunfälle in Revieren mit blauen Wildwarnreflektoren um über 73 Prozent zurück. Darüber hinaus wurde bislang kein Gewöhnungseffekt vonseiten der Tiere auf das neue Hightech-Produkt festgestellt. Beobachtungen, die auch der Brunsbütteler Jagdverein sammelte und zum Anlass nahm, mit der Genehmigung des Straßenverkehrsamtes weitere 100 blaue Warnwildreflektoren entlang der B5 in Richtung Hochbrücke an den Leitpfählen anzubringen. Finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung der Reflektoren erhielten die Jäger aus der Schleusen und Industriestadt von der LVM-Versicherungsagentur Uwe Wiggermann. „Selbstverständlich ist es auch in unserem Interesse, die Zahl der Wildunfälle zu reduzieren“, so der Agenturinhaber. Jährlich müssen deutsche Versicherer über 500 Millionen Euro zur Regulierung von Schäden durch Wildunfälle entrichten. „Dort wo die blauen Warnwildreflektoren die Leitpfosten zieren, sollten Autofahrer besondere Vorsicht walten lassen. Die Reflektoren sollen nicht nur die Tiere am Überqueren der Straße hindern, sondern markieren gleichzeitig Unfallschwerpunkte“, so Michael Timmermann. Fuß vom Gas, ein zusätzlicher Blick auf das Grün am Straßenrand und bremsbereit sein, kann Schlimmeres verhindern. Wichtig ist auch zu wissen, dass das Wild selten alleine, sondern meistens im Rudel unterwegs ist. Dort wo ein Reh die Straße passiert, muss unbedingt mit weiteren Tieren gerechnet werden.
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