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Treffen mit Zeitzeugen

Wilster - Nach einer äußerst erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr --  Kinder- und Jugendparlament plant in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat und der Gemeinschaftsschule Wilster ein erneutes Zeitzeugentreffen. Schüler der neunten und zehnten Klassen an der Gemeinschaftsschule Wilster erfuhren im März des vergangenen Jahres einen Geschichtsunterricht der außergewöhnlichen Art. Jeweils zwei Stunden lang tauschten sich die Mädchen und Jungen mit Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges aus. Sieben Frauen und Männer, die als Kinder und Jugendliche den Nationalsozialismus und den Krieg erlebt, aber vor allem überlebt haben, berichteten von ihren ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Erlebnissen aus dieser Zeit. Erzählungen über die Kriegsgefangenschaft in einem Gefangenenlager in Kasachstan, der Flucht zweier damals 13 und 15 Jahre alter Mädchen von Tschechien nach Hamburg, fesselten die jungen Zuhörer ebenso wie die Erzählungen über die Luftangriffe auf die Marschenstadt, den Einfluss des Nationalsozialismus auf die Landbevölkerung und die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Wilster und der Wilstermarsch. Unmittelbar nach der Veranstaltung wurde bereits der Ruf nach einem erneuten Treffen dieser Art laut. Eifrig wird von allen Seiten an einer Fortsetzung gearbeitet. Im Zuge der dritten Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments unter dem Vorsitz von Ann-Christin Martensen verkündete der Seniorenbeiratsvorsitzende Jochen Meiforth, dass nahe zu alle Zeitzeugen der vergangenen Veranstaltung sich erneut dazu bereit erklärt hätten, den Schülern von ihren Erfahrungen zu berichten. Darüber hinaus sei es gelungen neue Teilnehmer ausfindig zu machen. Somit stünden voraussichtlich acht Zeitzeugen für die im April oder Mai in der Mensa der Gemeinschaftsschule stattfindende Veranstaltung bereit. Allerdings wird das Treffen auf einen Durchgang am Vormittag und eine Klassenstufe beschränkt werden. „Es war wirklich eine hervorragende Veranstaltung. Jedoch war es für die Teilnehmer beim letzten Mal dann doch etwas zu lang und somit zu anstrengen“, begründete Meiforth den Wunsch nach einer verkürzten Ausgabe des Treffens. Rund zweieinhalb Stunden stehen den 80 Neuntklässlern immerhin zur Verfügung, um nicht nur Erfahrungsberichte aus erster Hand zu hören, sondern auch gezielte Fragen zu stellen und somit einen überaus lebendigen Geschichtsunterricht zu erleben.
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