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Westküstenklinikum Brunsbüttel – Bauarbeiten beginnen

24.08.2016 Brunsbüttel - Umbau des Westküstenklinikums Brunsbüttel kann starten. Gleich zwei Fördermittelbescheide hatte gestern die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Anette Langner bei ihrem langersehnten Besuch des Westküstenklinikums Brunsbüttel im Gepäck. Zum einen überreichte sie einen Bewilligungsbeschein in Höhe von 7,9 Millionen Euro für den Umbau des Brunsbütteler Westküstenklinikums in ein Integriertes Versorgungszentrum mit niedergelassenen Fachärzten als Ergänzung zum Klinikbetrieb, zum anderen einen Sonderförderungsbescheid über 1,5 Millionen Euro für die Funktionsebene im ersten Obergeschoss des Klinikums, als Teil des neuen Konzepts. Nach langjährigem Tauziehen um die Finanzierung des defizitären Krankenhausbetriebs zwischen dem WKK und den Krankenkassen als Kostenträger, kann nun das bereits 2014 einvernehmlich mit dem schleswig-holsteinischen Sozialministerium und der Kassenärztlichen Vereinigung beschlossene Konzept umgesetzt werden. Bereits im März sollte ursprünglich der Startschuss für die Umbaumaßnahmen erfolgen, aufgrund des fehlenden Bewilligungsbescheids kam es zur Verzögerung. Trotz des verspäteten Baubeginns bleibt der Zeitplan bestehen. Ende 2018 soll das Westküstenklinikum komplett erweitert und mit neuem Konzept als Integriertes Versorgungzentrum schwarze Zahlen ansteuern.   „Brunsbüttel als Wirtschafts- und Hafenstandtort hat für die Region eine besondere Bedeutung, die sich auch in der Gesundheitsversorgung wiederfinden muss. Mit dem Modellprojekt gehen wir innovative Wege, um hier dauerhaft ein gutes und notwendiges medizinisches Angebot sicher zu stellen“, betonte Anette Langner bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide. Glücklich über den Erhalt der dringend notwendigen Fördermittel für die Umsetzung des neuen Klinik-Konzepts zeigten sich Dr. Anke Lasserre, Geschäftsführerin der Westküstenkliniken sowie Dithmarschens Landrat und WKK-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Jörn Klimant. „Ohne ihre persönliche Unterstützung wären wir nie da wo wir sind“, bedankte sich Anke Lasserre bei der Staatssekretärin für ihr persönliches Engagement. Die Bereitstellung der finanziellen Mittel wertete die WKK-Geschäftsführerin zudem als Anerkennung vom Land. „Es ist ein freudiger Tag für Brunsbüttel, für den Industriestandort“, so Karin Süfke. Die Bürgervorsteherin schloss sich ihren Vorrednern an und zeigte sich begeistert, dass der Klinikstandort erhalten bleibt und Arbeitsplätze gesichert werden. Schleswig-Holsteins größtes Industriegebiet ohne ein Krankenhaus könne sie sich nicht vorstellen, unterstrich Süfke.   Das Integrierte Versorgungszentrum, auch Zukunftsmodell Brunsbüttel genannt, verfolgt einen konsequenten Weg in der Umstrukturierung der Klinik. Ziel ist, die Notfallversorgung sowie die Grund- und Regelversorgung der Region rund um die Uhr an allen Tages des Jahres aufrechtzuerhalten und zu fördern. Neben dem bestehenden medizinischen Versorgungsangebot entsteht eine neue interdisziplinäre Notaufnahme. Zudem wird die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein integriert werden. Ferner ist die Ansiedlung von zusätzlichen Facharzt- und therapeutischen Praxen geplant. Patienten die über einen längeren Zeitraum intensivstationär behandelt oder sich komplexen chirurgischen Behandlungen unterziehen müssen, werden hingegen in das Westküstenklinikum Heide überstellt. Während sich das Land mit 7,9 Millionen Euro an dem neuen Konzept beteiligt, unterstützen die Krankenkassen die Umstrukturierung bis 2018 mit insgesamt 9,7 Millionen Euro.  Der Eigenanteil des Westküstenklinikums liegt bei rund 4,7 Millionen Euro.
erbWKK

v.li. Landrat und WKK-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Jörn Klimant, Staatssekretärin Anette Langer, WKK-Geschäftsführerin Dr. Anke Lasserre, Bürgervorsteherin Karin Süfke

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