News

Schützenverein Wilster plant größere Investition

Wilster - Die Zeiten sind schwierig für Steinburger Sportschützen. Zum einen droht die endgültige Schließung des Leistungszentrums Kellinghusen und damit die Trainingsmöglichkeit auf einer elektronischen Schießanlage, wie sie bei Wettkämpfen auf Landesebene und darüber hinaus Usus ist. Zum anderen leiden die Vereine unter einem seit Jahren anhaltenden Mitgliederschwund. Entwicklungen, die auch dem Schützenverein Wilster von 1895 Sorgen bereiten. Doch mit einer größeren Investition und innovativen Aktionen möchte der 119 Jahre alte Traditionsverein neue Wege beschreiten, um den Schießsport in der Marschenstadt attraktiver zu gestalten und neue Mitglieder zu gewinnen. Die Weichen für das Vorhaben stellte der Verein im Zuge der Hauptversammlung in der Schützenhalle. Einstimmig stimmten die anwesenden Mitglieder nicht nur für die Wiederwahl der Vereinsvorsitzenden Urte Schulczewski-Haß, die somit ihre dritte Amtszeit antrat. Einigkeit herrschte auch beim Antrag, eine genaue Kostenermittlung für eine moderne, elektronische Schießanlage der Firma Meyton einzuholen. Ein erster angeforderter Kostenvoranschlag bezifferte die Investitionskosten auf rund 23.000 Euro. „Das geht günstiger“, betonte Frank Schulczewski. Der Oberschützenmeister, der durch Wiederwahl in seinem Amt bestätigt wurde, hatte das Thema in die Jahreshauptversammlung getragen und vor der Versammlung bereits erste Informationen eingeholt. „Wir brauchen längst nicht alles, was in der ersten Kostenaufstellung enthalten ist. Zudem können wir die Ausgaben durch Eigenleistungen erheblich senken“, unterstrich Schulczewski. Doch am Ende bleiben wohl immer noch Kosten von bis zu 18.000 Euro. Als „eine lohnenswerte Investition in die Zukunft des Vereins, die sich finanziell durchaus tragen lässt“, bezeichnete der Ehrenvorsitzende Heino Timmermann den Vorschlag und bekräftigte die Mitglieder, dem Vorhaben in jedem Fall die Zustimmung zu erteilen. Nach der Schließung des Leistungszentrums in Kellinghusen hätte der Schützenverein Wilster mit einer elektronischen Schießanlage ein Alleinstellungsmerkmal im Kreis und wäre der Anlaufpunkt für andere Vereine, die sich für Wettkämpfe auf Landesebene vorbereiten wollen.  Im Zuge einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sollen die Ergebnisse der Kostenermittlung vorgestellt und das weitere Vorgehen mit den Vereinsmitgliedern abgestimmt werden. Gemeinsam mit dem MTV plant der Schützenverein für den 5. April den dritten Biathlon-Wettkampf. „Wir überlegen, die Veranstaltung erstmalig für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen, nachdem bei den letzten beiden Veranstaltungen lediglich Mitglieder der MTV-Laufsparte und unsere Sportschützen teilnehmen durften“, äußerte Jürgen Boll. Dies wäre es eine gute Möglichkeit, andere Menschen über die Veranstaltung auf den Schießsport aufmerksam zu machen. Intensiver bewerben will der Verein künftig das Betriebs- und Feuerwehrschießen. „Auch wenn diese Veranstaltungen bereits gut frequentiert werden, so lassen sich mit Sicherheit noch mehr Teilnehmer für diese Wettkämpfe finden“, äußerte die Vorsitzende Urte Schulczewski-Haß. Als Aushängeschild des Vereins erwiesen sich im vergangenen Jahr die Wettkampfteams, insbesondere die acht aktiven Mitglieder der Jugendabteilung. Sowohl aus Kreis- und Landesebene als auch beim Pokalschießen unterschiedlicher Vereine erzielten die Sportschützen des Wilsteraner Vereins gute Platzierungen. Auch in diesem Jahr wurden erneut zahlreiche, langjährige Mitglieder geehrt. Volker Wilstermann und Erna Karger erhielten in Abwesenheit die goldene Ehrennadel für 40 Jahre Mitgliedschaft im Norddeutschen Schützen Bund (NDSB) und im Verein. Für 30 Jahre wurde Hans-Otto Wulf, 20 Jahre Annette Hasch, Andreas Hasch, Petra Hasch-Hennings und Peter Krychanowski sowie für 15 Jahre Klaus Kröger, Michael Mehrens und Dierk Hell geehrt.  
© 2005-2017 by Nordlicht-Steinburg
css.php