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Neues Leuchtfeuer an der Einfahrt zum NOK

Brunsbüttel - Für die nächsten 100 Jahre soll der 15,5 Meter hohe, zylindrische Leuchtfeuerträger der Mole 2 mit kegelförmigen Dach, zwei umlaufenden Galerien und einem Radarmast die Ein- und Ausfahrt des 1895 eingeweihten Nord-Ostsee-Kanals markieren. Gestern wurde der rund 625.000 Euro teure und fast 30 Tonnen schwere Stahlkörper mit einem Durchmesser von drei Metern per Schwimmkran von einem Arbeitsponton aus an seinem Bestimmungsort aufgestellt. Dieser befindet sich auf der sogenannten Schleuseninsel, zwischen der kleinen und der großen Schleusenanlage. Noch ist der Leuchtfeuerträger komplett Rot lackiert, um entsprechend einem roten Backbordlicht den alten Vorhafen zu kennzeichnen. Sobald jedoch die neue, fünfte Schleusenkammer fertiggestellt ist, erhält der von der Hitzler Werft in Lauenburg gefertigte Bau einen zusätzlichen Anstrich in Grün, während der jetzige Leuchtturm Mole 3 wegfällt. „Die Kombination von Rot und Grün signalisiert den Schiffen, dass das Fahrwasser an dieser Stelle abzweigt“, erläutert Arnold Sothmann von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung WSV die Bedeutung des Seezeichens. Rund fünf Jahre betrug die reine Planungszeit, die 2009 begann. Bei der Ausschreibung setzte sich die seit 1927 im Handelsregister eingetragene Tiefbau Aktiengesellschaft Unterweser (TAGU) gegen fünf Mitbewerber durch. Als Nachunternehmen Stahlbau wurde nach Erhalt des Auftrages die Hitzler Werft mit ins Boot holte. Knapp ein Jahr betrug die Bauzeit der Stahlkonstruktion, die mit der Aufstellung einen krönenden Abschluss erfuhr. Lediglich die betriebstechnische Einrichtung muss noch installiert werden. Dazu zählt unter anderen die gerade einmal 100 Watt starke Signalglühlampe, die es aufgrund einer speziellen Gürtellinse auf eine Feuertragweite von über 12 Seemeilen - das entspricht über 22 Kilometer – bringt. „Es war eine unheimlich interessante Erfahrung mal einen Leuchtturm zu bauen, da wir sonst nur Schiffe fertigen“, äußerte Wilfried Haupt vom Schiffbauunternehmen Hitzler. Für den 52 Jahre alten Werftarbeiter erwies sich der Bau des Leuchtfeuerträgers als kleine Herausforderung. Da das Unternehmen keine passenden Walzen zum Biegen der Bleche vorhalten konnte, wurde in die Trickkiste gegriffen und hilfreiche Vorrichtungen in Eigenregie gefertigt, erzählte Haupt. Sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis zeigte sich Arnold Sothmann, der den reibungslosen Verlauf des Aufstellens vor Ort beaufsichtigte. „Aufgrund der Wettervorhersagen haben wir die Aufstellung des Leuchtfeuerträgers um einen Tag vorgezogen“, sagte Sothmann. Bei Windstille und glatter See konnten die Konstruktion aufgestellt werden. Dabei wurden ohne Probleme, die in der betonierten Bodenplatte eingelassenen Gewindestangen, durch die vorgesehenen Bohrlöcher in der Stahlkonstruktion geführt und anschließend verschraubt „Das ist schon Millimeterarbeit“, zeigten sich die Mitarbeiter des WSV  beeindruckt.
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