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Neuer Termin für Wilster Jahrmarkt

WILSTER 02.03.2015 -  „Es wird in diesem Jahr viel frisches Blut unter den Beschickern des Wilster-Jahrmarktes geben“, gab Marktmeister Manfred Moltzau am Montagabend gegenüber dem Sozialausschuss bekannt. Eine Information mit der zu rechnen war, nachdem der Schaustellerverband Westküste im Dezember des vergangenen Jahres massive Kritik an der Vorverlegung der Traditionsveranstaltung vom ersten Augustwochenende auf Mitte Juli geübt hatte. Viele Schausteller, die zum Teil mit ihren Familienunternehmen schon seit Jahrzehnten auf dem Jahrmarkt in der Marschenstadt standen, prognostizierten gar das Aus des Jahrmarktes, da sie keine Möglichkeit sahen, an der Veranstaltung teilzunehmen, die nun vom 17. Bis 21. Juli stattfinden wird. Doch dank intensiver Gespräche des Marktmeisters mit unzähligen Schaustellern, darunter Unternehmen, die Wilster bislang noch nicht besucht haben, liegt die Zahl der Bewerbungen auf dem gleichen Niveau wie in den Vorjahren. Neben 18 Fahrgeschäfte, zehn Kinderfahrgeschäfte und fünf Belustigungsgeschäfte sind es insbesondere Verkaufsgeschäfte, die den Löwenanteil der über 90 Bewerbungen ausmachen. Nach dem Wunsch der Arbeitsgruppe für den Jahrmarkt und dem Sozialausschuss soll die Fläche am Markt in diesem Jahr wieder komplett bebaut werden. Aufgrund baulicher Veränderungen im Bereich des Eiscafe Rialto und der Bäckerei Balzer sei ein Aufbau wie in den Jahren zuvor nicht umsetzbar. Manfred Moltzau sicherte dem Sozialausschuss jedoch zu, seine Anstrengungen, geeignete Fahrgeschäfte oder andersartige Beschicker zu finden, die nicht mit der Livemusik auf der Bühne des Fördervereins Historischer Rathäuser kollidieren, auszuweiten. Angedacht wurde unter anderen, Wilsteraner Vereine und Verbände für die Gestaltung des Marktbereiches zu gewinnen. „Leider wurde das Anschreiben von vielen Vereinen falsch verstanden. Sie waren der Meinung, sie müssten an allen fünf Tagen ein Programm liefern“, teilte CDU-Fraktionschef Mark Dethlefs mit und regte an, den Kontakt zu den Vereinen und Verbänden nochmals zu suchen. Im Bereich des Colosseumplatz wird ein 30 Meter langes und 20 Meter breites Festzelt aufgebaut. Von Michael Mehrens und Ralf Maron organisiert und betrieben wird es hier ein buntes Unterhaltungsprogramm geben. Mit Live-Musik von den Wacken Firefighters bis hin zu der stimmungsvollen Schlager-Gesangsformation Klaus und Klaus und Musik vom Plattenteller sollen die Gäste unterhalten werden. Zudem findet in dem Zelt am 18. Juli die Siegerehrung der Wilster Aurallye statt. Nachdem im vergangenen Jahr das Lazarettregiment 11 in Seeth und damit die Bundeswehr-Patenschaft der Stadt Wilster aufgelöst wurde, fehlen in diesem Jahr Hilfskräfte, die den Transport der Senioren in die Veranda des Colosseums übernehmen. „Wir möchten den Seniorennachmittag in gewohnter Form stattfinden lassen und suchen daher noch nach freiwilligen Helfern“, gab Bürgermeister Walter Schulz bekannt. Nachdem die Arbeitsgruppe Jahrmarkt bislang gute Arbeit geleistet und erfolgversprechende Lösungen entwickelt hat, sprach sich der Sozialausschuss einstimmig dafür aus, dass die Arbeitsgruppe noch bis zum Veranstaltungsende aktiv sein soll. Sie wurde darüber hinaus damit beauftragt, den Verlauf des diesjährigen Traditionsmarkts am Ende zu analysieren und die Auswertung anschließend dem Sozialausschuss vorzutragen.   Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes sprach CDU-Fraktionsmitglied Andreas Prüß stellvertretend für den MTV-Vostand seinen Unmut über das abgesagte Schwimmfest des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) aus. Nach Aussage Prüßs sei bei dem Vereinsvorstand der Eindruck entstanden, dass ihm der sprichwörtliche „Schwarze Peter“ für den Ausfall der KiJuPa-Veranstaltung öffentlich zugeschoben worden sei. Ferner unterstellte das stellvertretende Sozialausschussmitglied der CDU der Vorsitzenden Ann-Christin Martensen (SPD) mangelnde Einsatzbereitschaft um einen Ausweichtermin zu finden. „Der MTV-Vostand hätte gerne an einer Terminfindung für einen Ausweichtermin mitgearbeitet, statt das Schwimmfest ganz abzusagen“, so Prüß. Martensen wies die Anschuldigungen von sich und erklärte, dass im Kinder- und Jugendparlament ein vom MTV entsandter Vertreter sitzt, der die Jungparlamentarier darüber informiert hat, dass die Schwimmsparte das Schwimmfest an den zwei zur Verfügung stehenden Terminen personell nicht unterstützen kann. Da neben dem MTV auch der Segelverein und die Kanugruppe Wilster an dem Schwimmfest beteiligt sind, war es ohnehin schon schwer, sich auf Termine zu einigen, die sowohl von den Vereinen als auch von den Stadtwerken und der Schwimmbadleitung in Betracht gezogen werden konnten.        
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