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Kuschelkurs war gestern – CDU Fraktion Wilster auf Konfrontationskurs

Wilster 27.02.2015 - Im Rahmen der jüngsten Sozialausschusssitzung wurde die Vorsitzende Ann-Christin Martensen (SPD) abermals öffentlich vonseiten der CDU-Fraktion für ihre Arbeit im Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) kritisiert. Nach den Querelen um das Thema Spielplatzgestaltung sorgte dieses Mal der Ausfall des vom KiJuPa organisierten Schwimmfestes für erhitzte Gemüter. Unter anderen mangelndes Engagement bei der Findung eines Ausweichtermins warfen die Christdemokraten der SPD-Ratsfrau nach der Absage vor. Die Vorwürfe nahm die 34-jährige Mutter zweier Kinder zum Anlass, dieses Thema erneut auf die Tagesordnung des Kinder- und Jugendparlaments zu bringen. Nachdem die Vorsitzende den Jungparlamentariern erneut geschildert hatte, welche Gründe zum Veranstaltungsausfall geführt haben, drängte die in der KiJuPa-Sitzung stark vertretende CDU-Fraktion darauf, dass noch in diesem Jahr ein Ersatztermin gefunden werden muss. Die Jungparlamentarier, die unglücklicherweise nicht um ihre Meinung zu diesem Thema befragt wurden, stehen der Absage indessen deutlich gelassener gegenüber. „Ich hätte es schön gefunden, wenn das Schwimmfest stattgefunden hätte, kann aber auch gut damit leben, wenn es auf das nächste Jahr verschoben wird“, sagte die zehnjährige Melle. „Sicher hätte ich den andern Jugendlichen gerne mein Hobbie näher gebracht. Das es ausfällt, ist nun mal so, da gibt es sicher Schlimmeres“, so Henri (15) von der Kanu-Gruppe-Wilster. „Das Schwimmfest hat es nun schon einige Jahre nicht gegeben. Ich glaube nicht, dass es den Kindern und Jugendlichen in Wilster auffällt, wenn es auch in diesem Jahr solch ein Fest nicht geben wird“, äußerte Tjara (16) gegenüber unserer Zeitung. In den vergangenen Jahren wurde vom Kinder- und Jugendparlament darauf geachtet, das das Schwimmfest ohne den Badebetrieb zu stören, in Zusammenarbeit mit der MTV-Schwimmsparte, der Seglervereinigung und der Kanugruppe Wilster ausgerichtet wurde. Hintergedanken waren unter anderen dabei, die finanziellen Verluste, die das Hallenbad einfährt nicht negativ zu verstärken sowie den Vereinen zu helfen, neue Mitglieder für die Jugendsparten zu finden. Auch in diesem Jahr war die KiJuPa-Vorsitzende darauf bedacht, diese Grundsätze nicht zu verletzten, erklärte sie. Eine andere Position bezieht jedoch die CDU-Fraktion. So wies der CDU-Fraktionsvorsitzende Mark Dethlefs bereits in der Sozialausschusssitzung darauf hin, dass es bei den finanziellen Verlusten die das Hallenbad jedes Jahr einfahre, egal sei, ob man den Badebetrieb für einen Tag schließt, um den Kindern ein Schwimmfest zu ermöglichen. Diesen Gedanken griff Bürgermeister Schulz (CDU) im KiJuPa auf und teilte der Vorsitzenden mit, dass sie die Suche nach einem Termin für das Schwimmfest ohne Rücksichtnahme auf den Badebetrieb vornehmen kann. „In diesem Fall sind wir als Selbstverwaltung in der glücklichen Position mitbestimmen zu können, ob und wann wir den Badebetrieb für solch eine Veranstaltung schließen“, unterstrich Schulz. Nachdem die Schwimmsparte des MTV für die zwei zur Verfügung stehenden Termine, an denen Seglervereinigung und Kanugruppe gemeinsam Zeit gehabt hätten, keine qualifizierten Aufsichtskräfte in ausreichender Zahl stellen konnte und damit die Veranstaltung abgesagt werden musste, regte die CDU-Fraktion nun an, auf andere Hilfskräfte beispielsweise von der DLRG Itzehoe oder Erwachsene aus Wilster mit anerkannter Qualifizierung zurückzugreifen. Die Bemühungen um einen Ersatztermin laufen weiter.      
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