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Flugplatz wurde zum Mekka für Motorsport-Fans

St. Michaelisdonn 08.06.2015 - Strahlender Sonnenschein, ein nicht abreißender Besucherstrom und Adrenalin hungrige Fahrer zwei und vierrädriger PS-Monster sorgten für eine gelungene Veranstaltung. Das neunte Jahr in Folge luden die beiden „Steinburger-Jungs“ Sven „Hanson“ Franzen aus Ecklak und Michael Ebsen aus Wacken motorsportbegeisterte zu einem Besuch des Flughafen Hopen bei St. Michaelisdonn ein. Über 100 Fahrer aus dem In- und Ausland gingen unter den Anfeuerungsrufen tausender Besucher auf der zu einer Rennstrecke umfunktionierten Start- und Landebahn des Dithmarscher Luftsportvereins bei der Drag Racing-Veranstaltung an den Start. Nahezu im Sekundentakt schossen die hochgezüchteten PS-Giganten im Kampf um die schnellste Zeit über die Piste. Für besondere Hingucker sorgte unter anderen Julian Rose (27), Jovan Rose (24) und Lars Hofer (40) aus Hamburg. Mit einem Drag Racing Car des Typs „Altered“ und einem Chevrolet Nova Baujahr 1967 nahmen die Motorsportler an dem Rennen teil und gewährten den unzähligen Besucher im Fahrerlager einen Blick hinter die Kulissen. Dabei verblüften die drei Hanseaten so manch einen Zuschauer, der noch nicht wusste, wieviel Zeit und Arbeit auch für die Fahrer und deren Teams hinter solch einem Rennen stecken. „Die Vorbereitungen für den ersten Start dauern pro Fahrzeug gut drei bis vier Stunden“, so Julian Rose. Sein sogenanntes Altered-Fahrzeug, das vom Erscheinungsbild an einen 1927 Ford Model A erinnern soll, wird von einem V8 Motor mit fünf Litern Hubraum angetrieben. Betankt wird das 1200 PS starke Fahrzeug nicht mit normalen Benzin, sondern mit Methanol. Damit der Motor seine volle Kraft entfalten kann, müssen vor jedem Rennen unter anderen die Ventile eingestellt sowie Dichtungen, Zündkerzen und Motoröl gewechselt werden. Etwas weniger Arbeit macht da schon der 67er Chevi Nova von Lars Hofer. Auf rund 800 PS bringt es der 7,5 Liter V8 Saugmotor, der unter der Haube des Ami-Schlitten steckt und mit normalen E85 Benzin betrieben wird. „Es ist meine letzte Rennsaison mit dieser Maschine“, sagte Lars Hofer. Im kommenden Jahr soll das Fahrzeug, das dafür zugelassen ist, die Viertelmeile (406 Meter) in bis zu 8,5 Sekunden zu fahren, einen 1500 PS starken Kompressormotor erhalten. Ebenso wichtig wie die Geschwindigkeit, ist den Fahrern selbstverständlich die Sicherheit. Nicht alleine Helm und Schutzkleidung sowie die Überrollbügel im Fahrzeug sollen den Fahrer schützen, sondern neben anderen Schutzmaßnahmen auch ein ausgeklügeltes, zuschaltbares Bremssystem. „Alle Fahrzeuge, die die Strecke unter 10 Sekunden fahren, müssen mit einem Bremsschirm ausgestattet sein, der bei Bedarf gezündet werden kann“, erklärte Hofer. Das ein Beschleunigungsrennen nicht nur etwas für Erwachsene sein muss, stellte unter anderen Jonas Neubauer unter Beweis. Der elfjährige Elmshorner ging mit einem 49 Kubikzentimeter Pocketbike an den Start und zählte mit zu den jüngsten Fahrern der Veranstaltung. Auch abseits der Rennpiste bekamen die Besucher einiges geboten. Unter anderen standen zahlreiche US-Cars und Oldtimer bereit und wollten begutachtet werden. Dabei gerieten viele der Schaulustigen ins Schwärmen, wobei sie in Fachgesprächen mit anderen Gästen versanken. „Heute passt irgendwie alles. Das Wetter spielt mit, die Fahrer sind bestens vorbereitet und das Publikum ist gut drauf“, freuten sich die Organisatoren über die gelungene Veranstaltung. Wie in anderen Sportarten, so heißt es jedoch auch hier: „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen!“ Nicht nur in die zahlreichen Fahrerlager, sondern auch bei den Veranstaltern geht der Blick jetzt nach vorne. Nach einer erfolgreichen Rennveranstaltung in Hildesheim, dem Beschleunigungsrennen in St. Michaelisdonn bereiten Sven „Hanson“ Franzen und Michael Ebsen nun das Dragracing Event „HitWheelz“ vor, das vom 22. bis 23. August 2015 in Husum stattfindet.   Beschleunigungsrennen01 Beschleunigungsrennen02 Beschleunigungsrennen03 Beschleunigungsrennen04 Beschleunigungsrennen05
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