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Brunsbüttel vom „Happy-Fieber“ befallen

Brunsbüttel - Lachende Gesichter, tanzende Menschen und pure Lebensfreude – Das Lied „Happy“ des US-amerikanischen Sänger Pharrell Williams grassiert derzeit wie ein Virus in ganz Deutschland. Auch Schleswig-Holstein bleibt von dem „Happy-Fieber“ nicht verschont. Nach Kiel, Flensburg, Husum, Lübeck hat es nun auch die Schleusenstadt Brunsbüttel erwischt. Seit der letzten Woche ist der Gute-Laune-Song quer durch die Stadt zu hören. Zeitgleich schwingen Menschen ausgelassen ihre Gliedmaßen zum Takt der Musik. Das ganze wird auf Video festgehalten und am Ende im Rahmen eines etwa vierminütigen Films auf der Internet-Plattform YouTube zu sehen sein. Hier tummeln sich bereits zahlreiche solcher Beiträge aus vielen deutschen Städten. „Die Anfrage, ob sich nicht auch Brunsbüttel an dieser Aktion beteiligen könnte, wurde von Bürgern an uns herangetragen“, erzählt Janette Hass vom Stadtmanagement, die gemeinsam mit Stadtmanager Torsten Lange die Realisierung des Projekts in die Hand genommen hat. Mit Jörg Reichert und Karsten Schröder stehen dem Stadtmanagement zwei versierte Hobbyfilmer zur Seite, die ausgestattet mit semiprofessionellem Equipment die Darbietungen auf Video festhalten. „Anfänglich hatten wir lediglich einen Drehtag vorgesehen, doch mittlerweile kommen immer mehr Anfragen aus der ganzen Stadt, ob wir nicht auch bei ihnen noch einmal zum Videodreh vorbeikommen könnten“, erzählt Karsten Schröder. Als Kulisse für das Musikvideo diente bislang unter anderen die Feuerwache, Freizeithallenbad LUV, Brunsbütteler Pauluskirche, Elbeforum, Copacanala, Koogstraße und sogar das Wattenmeer vor den Toren der Schleusenstadt. Die Theater AG, der Chor Gospel Generations und Mitglieder der Feuerwehr machten es vor. Nach ihren tänzerischen Darbietungen ließen sich immer mehr Brunsbütteler auf dieses Projekt ein. Einen Höhepunkt fand die Aktion am Samstagnachmittag, nachdem das Stadtmanagement zu einem spontanen Drehtag an der Schleuse geladen hatte. Über 100 Teilnehmer und ebenso viele Zuschauer waren dem Aufruf gefolgt. Unter der Leitung von Kevin Kalder von der Tanzschule Thomas Bruhn aus Heide wurden zunächst einige Tanzschritte einstudiert. Mit der Nordstern und dem Feuerlöschschlepper Parat im Hintergrund versprühten die Tänzer anschließend pure Lebensfreude bei strahlendem Sonnenschein und lieferten somit tolle Bilder für das Musikvideo, dass Ende der Woche fertig sein soll. „Ich hätte nicht gedacht, dass auf dem Land so viel Los ist. Das ist ja absolut genial“, freute sich Katharina-Julie Findeisen. Die 25 Jahre alte Hamburgerin und leidenschaftliche Flashmobberin hatte über Facebook von der Aktion erfahren und die Teilnahme an dem Videodreh mit einem Besuch ihrer Schwester Sabrina Palatzke (33) verbunden. Diese wohnt seit einigen Jahren in der Schleusenstadt und ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, sich vor der Kamera zu den Klängen des stimmungsvollen Liedes rhythmisch zu bewegen. „Für den voraussichtlich letzten Drehtag am Montag sind Aufnahmen in der Kindertagesstätte Löwenzahn, Grundschule West und im Rathaus vorgesehen“, so Janette Hass. Für Kameramann Jörg Reichert ist die Arbeit damit jedoch nicht beendet. Bis zum Ende der Woche wird er die gesamten Aufnahmen sichten und diese dann auf vier Minuten zusammenschneiden. „Ich bin schon total gespannt auf das Video“, verriet Teilnehmerin Ihdrawlen Müller aus Brunsbüttel. Nach Brunsbüttel laufen nun auch in Heide die Vorbereitungen für einen Videodreh.
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