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Besucherzentrum für Baustelle 5. Schleusenkammer

  Brunsbüttel 07.04.2015 - Die Arbeiten rund um den Bau der fünften Schleusenkammer laufen auf Hochtouren und auch die Besucher stehen bereits Schlange. „Der Bau der Magdeburger Schleuse Rothensee lockte jährlich alleine über 10 000 Fachbesucher in die Hauptstadt Sachsen-Anhalts“, sagte Gesa Völkl. Auf deutlich mehr Besucher aus dem In- und Ausland müsse man sich in der Dithmarscher Schleusenstadt einstellen, kündigte die Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Brunsbüttel gegenüber den Mitgliedern des Hauptausschusses an. Ein Besucherzentrum gibt es derzeit jedoch noch nicht. Geplant ist für diese Zwecke die Errichtung einer Containeranlage auf der Brunsbütteler Nordseite im Bereich der Schillerstraße, mit Blick auf die Schleusenanlagen. In diesem erhalten die Besucher an Hand von Grafiken, Modellen und Live-Bildern einer Webcam an der Baustelle jede Menge Informationen über die Arbeiten. Ein entsprechendes Angebot für den Aufbau der Räumlichkeiten soll die Brunsbüttel WSA-Chefin in den kommenden Tagen vom Generalunternehmen Wayss &  Freytag erhalten. Mit der Fertigstellung des Besucherzentrums ist vor September nicht zu rechnen. „Diesen Sommer müssen wir uns noch einmal anders behelfen“, sagte Völkl im Rahmen der jüngsten Hauptausschusssitzung zur allgemeinen Überraschung des Anwesenden. „Ich bin davon ausgegangen, dass die Container nach Ostern bereits aufgestellt werden“, brachte Bauamtsleiterin Astrid Gasse ihre Verwunderung zum Ausdruck. Für einen kleinen Eklat sorgte hingegen der Ausschussvorsitzende Wilhelm Malerius. Dem SPD-Ratsherrn waren im Vorfelde der Sitzung bereits Gerüchte über eine mögliche Ausweichlösung zu Ohren gekommen, diese wollte er von der WSA-Leiterin bestätigt wissen. Jedoch ließ sich Völkl zu keinen weiteren Äußerungen über Art und Form einer möglichen Zwischenlösung für ein Besucherzentrum hinreißen. „Wenn Informationen ausgetauscht werden, dann bitte so, dass alle auf einen gleichen Wissenstand sind“, kritisierte FDP-Ratsfrau Bettina Jebens die Art und Weise, mit der Malerius seinen vermeintlichen Wissensvorsprung in die Ausschusssitzung brachte. Dieses tat er, ohne die Bereitschaft zu signalisieren, sein Wissen mit den Anwesenden zu teilen. Verbale Angriffe auf persönlicher Ebene durch das SPD-Urgestein führten nachfolgend dazu, dass FDP-Ratsfrau Bettina Jebens und CDU-Ratsherr Oliver Christian Magnussen die Sitzung verließen. Einstimmig sprachen sich die verbliebenen Ausschussmitglieder für die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen der Stadt Brunsbüttel, dem Wasser- und Schifffahrtsamt und der Volkshochschule aus. Diese sieht in groben Zügen vor, dass das WSA ein Besucherzentrum errichtet, welches an die Stadt verpachtet wird. Die Stadt wiederum überträgt der VHS die Aufgaben, rund um die Besucherbetreuung. „Die Funktion der Volkshochschule hätte eigentlich ausgeschrieben werden müssen. Es gibt jedoch gewisse Ausschreibungsausnahmen, die wie in diesem Fall greifen und es ermöglichen, der VHS die ihr angedachten Aufgaben zu übertragen“, betonte Völkl. Als einmalige Chance für Brunsbüttel werteten nicht nur Bürgermeister Stefan Mohrdieck und VHS-Leiterin Dr. Elke Schmidt-Wessel die Kooperation mit dem WSA. Aufgrund der vorhandenen Haushaltssperre können derzeit noch keine Investitionen für eine Vermarktung des Schleusenkammerbaus vorgenommen werden. Die Kosten für die Ausbildung der 16 ehrenamtlichen Schleusenführer möchte die Stadt über Fördergelder der Aktivregion Dithmarschen deckeln.   Fotos: WSA-Chefin Gesa Völkl kündigte eine Übergangslösung bis zum Bau des Besucherzentrums an erbGesaVoelkl    
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