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10 Jahre Wattolümpiade – Watt ein Schlam(m)assel

Brunsbüttel - Mit einem Weltrekord läuteten die Macher der größten sportlichen Benefizveranstaltung an der Westküste die diesjährigen dreckigen Spiele für eine saubere Sache ein. 350 Watt-Engel hinterließen gemeinschaftlich vor den Toren der Schleusenstadt ihre Spuren im Watt und knackten unter den strengen Blicken von Rekordrichter Olaf Kuchenbecker, den im vergangenen Jahr in St. Peter-Ording aufgestellten Rekord. Glückwünsche sprachen den Macher der Wattspiele für den Weltrekord nicht nur Bürgermeister Stefan Mohrdieck, sondern auch Schirmherr Klaus Schlie aus, der das wattolümpische Feuer zuvor entfacht hatte. „Ein wahrlich himmlischer Auftakt für eine Jubiläumsveranstaltung“, empfand angesichts der gelungenen Eröffnung der Wattolümpiade nicht nur Wattpastor i.R. Eddy Huhn Über 500 Akteure und mehrere Tausend Besucher feierten gestern ausgelassene die zehnten wattolümpischen Spiele am Elbdeich in Brunsbüttels. Angesichts des Jubiläums hatten die Macher der schmutzigen Spiele für eine saubere Sache bereits im Vorfelde eine Veranstaltung der Superlativen angekündigt und Wort gehalten. Mit 39 Mannschaften aus dem In- und Ausland, die beim schlammigen Spektakel im Wattfußball, Handball, Wolliball und dem aus dem ostfriesischen Greetsiel importierten Schlickschlittenrennen gegeneinander antraten, tummelte sich eine bis dato nicht dagewesene Teilnehmerzahl auf dem Holy Ground der Wattlethen. Anlässlich des zehnten Geburtstages der Veranstaltung wurde auch die Tour de Watt noch einmal zum Leben erweckt. Den Gesamtsieg sicherte sich am Ende das Team „Die Konolschieter“. Den Preis für die lustigste Mannschaft nahmen Watt für Helden mit nach Hause. Im Wattfußball konnten sich die Männer vom Fluss durchsetzten, während beim Handball die Konolschieter den Siegerpokal und beim Wolliball die Spieler der Mannschaft Watt´n´Bagger die Trophäe für den ersten Platz entgegen nahmen. Wie erwartet dominierte der FC Wattikan das Schlickschlittenrennen. „Wer harte Musik hören will fährt nach Wacken, wer schmutzigen Sport sehen will, der kommt nach Brunsbüttel“, sagte Landtagspräsident Klaus Schlie und hob damit die Bedeutung von zwei Großveranstaltungen der Region hervor. Erstmalig in diesem Jahr wurde die Wattolümpiade von den Veranstaltern des Wacken Open Airs unterstützt. Diese stellten nicht nur selber eine Fußballmannschaft mit Holger Hübner im Tor, sondern halfen im veranstaltungslogistischen Bereich aus. „Wir haben im Bekannten- und Familienkreis auch mit der Krankheit Krebs zu kämpfen. Wir wissen, wie wichtig der Support von Betroffenen ist und deswegen helfen wir“, sagt Holger Hübner, Mitbegründer und Organisator des größten Heavy-Metal-Festivals der Welt. Im Zuge der Siegesfeier wurde auch die dritte von Gitarrenbauer Dirk Seidel aus Wilster und Künstler Jens Rusch aus Brunsbüttel gefertigte Charity-Gitarre seinem neuen Besitzer überreicht. Bei einer Summe in Höhe von 2001 Euro erhielt Björn Brandt aus Brunsbüttel den Zuschlag bei der Versteigerung. Damit sind alle drei Klampfen im Besitz des Unternehmers. Für einen krönenden Ausklang sorgten Björn Paulsen und die Gebrüder Wingenfelder gemeinsam mit Norman Keil.  
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