Dütt & Datt

SH-Wirtschaftsministerium will Wirtschaftsstandort Brunsbüttel stärken

Brunsbüttel 02.04.2015 -  Seit dem 1. April ist Kurt-Christoph von Knobelsdorff der neue Leiter der Abteilung Wirtschaft im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein. Damit ist der 47 Jahre alte Diplom-Volkswirt unmittelbar für die wirtschaftlichen Belange in Brunsbüttel zuständig. Am Mittwochabend stellte sich der Brunsbüttel-Beauftragte des Kieler Wirtschaftsministerium den Mitgliedern des Brunsbütteler Hauptausschusses vor. Dabei lieferte der vierfache Familienvater den Ausschussmitgliedern nicht nur einige Einblicke in sein privates Leben sowie seinen beruflichen Werdegang, sondern insbesondere über die Ziele, die sich der stellvertretende Wirtschafts-Staatssekretär für die Entwicklung des Wirtschaftsraums an der Schleswig-Holsteinischen Westküste gesteckt hat. Zum 1. Mail soll zunächst ein Industriereferat gegründet werden, welches ein industriepolitisches Konzept für Schleswig-Holstein ausarbeiten wird. Dieses werde im November Thema einer industriepolitischen Konferenz sein. „Brunsbüttel wird dabei eine sehr große Rolle spielen, was ja auch von Minister Reinhard Meyer bereits deutlich signalisiert wurde“, kündigte von Knobeldsdorff an. Der Weiterbau de A20 inklusive Elbquerung, der dreispurige Ausbau der B5 und der zweigleisige Ausbau sowie die Elektrifizierung der Bahnstrecke vom Industriegebiet Brunsbüttel bis Itzehoe sind wichtige Themen, die weiter im Focus des Kieler Ministeriums stehen. Der stellvertretende Wirtschaftsstaatssekretär beteuerte, dass die Planungen mit Hochdruck vorangetrieben werden. Die Kommunalpolitiker müssten jedoch Geduld aufbringen, da viele Entscheidungen auf Bundesebene zu fällen seien. „Wir bräuchten einen Verkehrsminister aus Schleswig-Holstein, die letzten beiden kamen ja aus Bayern“, gab von Knobelsdorff als Antwort auf eine Frage aus den Reihen des Hauptausschusses, wie sich diese Themen beschleunigen ließen. Konkrete Bemühungen sollten dahingehend betrieben werden, die Schleusenstadt zu einem Standort für eine LNG-Bunkerstation auszubauen. Ferner sollten neue Unternehmen, die sich vor allem die Nutzung erneuerbarer Energien auf die Fahnen geschrieben haben, im direkten Umfeld der Schleusenstadt angesiedelt werden. Als Beispiel nannte von Knobelsdorff das kalifornischen Unternehmen Apple, das Investitionen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für den Bau neuer Datenzentren in Irland und Dänemark plant. Die Datenzentren werden mit erneuerbarer Energie betrieben, was auch in Brunsbüttel möglich gewesen wäre, unterstrich der stellvertretende Wirtschaftsstaatssekretär. „Ich sehe Schleswig-Holstein als Energieland. Wir haben Strom in Übermaß aus erneuerbaren Energien“, so von Knobeldsdorff. Derzeit werden Gespräche mit Investoren und Unternehmen geführt, die planen, aus Windkraft Wasserstoff zu erzeugen. webKnobelsdorff
© 2005-2017 by Nordlicht-Steinburg
css.php