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Kandidaten für den neuen Seniorenbeirat stehen fest

Brunsbüttel 07.05.2015 - Jetzt stehen auch die Kandidaten fest. Insgesamt 15 Bewerber stellen sich zur Wahl um einen der neun Sitze im Brunsbütteler Seniorenbeirat. Von Ende Mai bis zum 18. Juni erhalten über 4200 Brunsbütteler ab 60 Jahren die Möglichkeit, für jeweils zwei der Bewerber ihre Stimme abzugeben. „Die Wahl des Seniorenbeirats erfolgt ausschließlich per Briefwahl. Wir sind dabei, allen Wahlberechtigten die dafür erforderlichen Wahlunterlagen per Post zuzusenden“, so Nina Timmermann, die im Auftrag der Stadt die Wahl organisiert. Am 19. Juni erfolgt im Rathaus die öffentliche Stimmenauszählung sowie die Bekanntgabe, welche der 15 Bewerber die neun Sitze des Seniorenbeirats belegen werden. Glücklich über die Vielzahl an Bewerbern zeigt sich der Initiator der Beiratsgründung. „Ich sehe den Seniorenbeirat wie auch das Jugendparlament als eine Unterstützung für Politik und Verwaltung. Beide Gremien haben die Möglichkeit, die Politik mit neuen, frischen Ideen zu bereichern“, so Heinz Zindler (Grauen Panther Dithmarschen). Nachdem sich der Sozialausschuss zunächst gegen die Gründung eines Seniorenbeirates ausgesprochen hatte, war es dem Ratsherrn mit Hilfe eines Eilantrags im zweiten Anlauf gelungen, die für die Gründung notwendige Stimmenmehrheit im selben Ausschuss doch noch zu erhalten und damit der Beiratsgründung den Weg zu ebnen. Folgende Kandidaten stehen zur Wahl:
  1. „Ich war 35 Jahre lang auf Bundesebene in der Suchtkrankenhilfe ehrenamtlich engagiert und suche jetzt nach einem neuen Aufgabenfeld“, sagt Hans-Jochen Steinfeld (78). Der Familienvater wohnt seit 40 Jahren in der Schleusenstadt und war bis zu seinem Ruhestand in einer chemischen Fabrik beruflich tätig.
  2. „Über meinen Beruf als Seemann in der Handelsmarine habe ich Brunsbüttel kennen und lieben gelernt“, so Udo Lux (68). Über 35 Jahre ging der vierfache Familienvater seinen Beruf als Fährmann nach. Gemeinsam mit weiteren ehrenamtlich engagierten Brunsbüttelern brachte er die Gründung des Vereins „Brunsbüttel hilft“ mit auf den Weg. „Ich möchte mich nun auch auf anderer Ebene einbringen und für die älteren Generationen etwas bewirken“, sagt der leidenschaftliche Shanty-Sänger.
  3. Seit 53 Jahren lebt Rolf Diercks (82) in Brunsbüttel. „Ich war viele Jahre im Betriebsrat aktiv. Es gibt sicher ältere Bürger, die sich scheuen, Politiker anzusprechen. Hier würde ich gerne vermitteln“, so der Familienvater.
  4. „Es gibt viel zu tun! Beispielsweise müssen Möglichkeiten geschaffen werden, dass auch ältere Bürger die beispielsweise in der Straße Wurtleutetweute wohnen ihre Einkäufe erledigen können“, sagt Gerd Dorn (67). Der gebürtige Nordrhein-Westfale lebt seit 1978 in der Schleusenstadt und war bis 2008 in der Chemie tätig.
  5. Regen Handlungsbedarf sieht Anke Pershon (72) in vielen Bereichen. „Der Wochenmarkt muss attraktiver gestaltet werden, ferner fehlt es an behindertengerechten Toiletten an der Mole 4“, nennt die ehemalige städtische Angestellte, die Brunsbüttel seit 50 Jahren ihre Heimat nennt, ein paar Beispiele für notwendige Veränderungen.
  6. „Ich wohne erst seit kurzer Zeit mit meiner Frau in Brunsbüttel. In Celle habe ich Erfahrungen in einer Freiwilligenagentur gesammelt, die Hilfeleistungen vermittelt hat. Solche eine Vermittlungsstelle für Senioren aber auch andere Veranstaltungen würde ich gerne organisieren. Als gelernter Reisebürokaufmann liegt mir das Organisatorische“, sagt Manfred Wurm (65).
  7. Roswitha Rickert (64) möchte sich dafür einsetzen, das Miteinander von Jung und Alt in Brunsbüttel zu verbessern und zu fördern. Ferner ist es das Bestreben der gelernten Verlagskauffrau, barrierefreies Wohnen sowie das Angebot an unterschiedlichen Kursen für Senioren in der Schleusenstadt voranzutreiben.
  8. „Ich möchte Brunsbüttel unter anderen Rollator tauglicher gestalten“, sagt der ehemalige Zöllner Gerd Biedermann (72). Der zweifache Familienvater und leidenschaftliche Angler hofft jedoch auch auf eine Beteiligung der Senioren, dass diese ebenfalls Vorschläge unterbreiten, mit welchen Themen sie der Beirat auseinandersetzen soll.
  9. „Gerne würde ich eine Schnittstellenfunktion übernehmen und die Interessen der Jugend und der Senioren verknüpfen“, so Wolfgang Pfeffer (61). Der Ausbildungsleiter bei Sasol, der im kommenden Jahr eine Praxis für Psychotherapie in Brunsbüttel eröffnen möchte, hält es für erforderlich, dass der Seniorenbeirat die Interessen aller Brunsbütteler im Auge behält.
  10. Größten Wert legt Rolf Fischer (71) darauf, dass Senioren nicht ihrer Selbstständigkeit beraubt werden. Hilfe und Unterstützung sein ebenso notwendig wie bezahlbarer Wohnraum und altengerechte Wohnungen. Erfahrungen, die ihn für einen Sitz qualifizieren, sammelte der zugereiste Kölner bereits im Kulturbeirat und im Aufsichtsrat des LUVs.
  11. „Bei vielen Bemühungen heißt es oft, es sei kein Geld vorhanden. Ich denke, es sind ausreichend finanzielle Mittel vorhanden, es ist eher eine Frage der Verteilung der Gelder“, sagt Dr. Wolfgang Plüghan (63). Als langjähriger Leiter der VHS, Mitarbeiter des Marketingvereins hat nach eigener Aussage viel Erfahrung mit der Kommunalpolitik gesammelt, Erfahrungen, die für die Arbeit im Seniorenbeirat durchaus nützlich sein können.
  12. Jürgen Lorzend (68) setzt auf die Mitwirkung der Brunsbütteler Senioren, wenn es um die Findung von Themen geht, mit denen sich der Seniorenbeirat auseinandersetzen soll. „Als Außendienstmitarbeiter bin ich es gewohnt, mich kurzfristig und spontan mit Themen auseinanderzusetzen.“
  13. „Ich bin durch eine Krankheit bereits seit 1976 Rentner und weiß was es heißt seine Rechte gegenüber Behörden einzufordern und sich mit ihnen auseinanderzusetzen“, erläutert Günter Sick (72). Der leidenschaftliche Amateurfunker sieht sich nicht nur als Vertreter der Nord-, sondern ebenfalls der Brunsbütteler Südseite.
  14. „Ich bin politisch sehr interessiert und habe bereits mehrfach den Parteien Verbesserungsvorschläge geschickt, jedoch ohne jegliche Resonanz“, zeigt sich Rolf Richter (64) enttäuscht. Mit einem Sitz im Seniorenbeirat hofft der Ruheständler, der sich um seit Jahren um die Betreuung ausländischer Jugendlicher und Flüchtlingsfamilien kümmert, auf mehr Einflussmöglichkeit.
  15. Dr. Irmtraut Dahme (87) liegen, wie allen anderen Bewerbern auch, die Interessen der Senioren am Herzen. Ein Sitz im Seniorenbeirat würde es auch ihr ermöglichen, die Interessen der Brunsbütteler Senioren zu vertreten und Dinge zu ändern.
  16. gesichter02
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