Dütt & Datt

Kanadische Musiker begeistern Brunsbütteler Publikum

Brunsbüttel 15.06.2015  „Eigentlich sind wir schon in der Sommerpause, doch als Ben Hermann uns anbot ein Konzert in der Galerie Rusch zu spielen, konnten wir nicht ablehnen“, sagte der Vorsitzende des Brunsbütteler Kulturfördervereins Lyra, Dieter Wölfert. Nach seinem ersten Konzert in der Schleusenstadt im August 2012 hinterließ der kanadische Musiker mit Brunsbütteler Wurzeln einen bleibenden Eindruck bei seinen Zuhörern und dem Kulturförderverein. Dem Konzert am Sonntagabend sahen viele der Besucher voller Spannung entgegen. „In den vergangenen drei Jahren habe ich mich deutlich weiterentwickelt“, sagte Ben Hermann und kündigte an, sich dieses Mal von einer etwas anderen Seite zu präsentieren. Und das tat der begabte Singer und Songwriter. Im Gegensatz zu seinem ersten Auftritt in Brunsbüttel betrat er die Bühne nicht als Solokünstler, sondern mit Melissa Bandura an seiner Seite. Die Sängerin, Komponistin und Frontfrau des Kanadischen Band Familiar Wild und Ben Hermann verschmolzen zu einer musikalischen Einheit, die das Publikum ab dem ersten Ton an in seinen Bann zog. Sowohl die Instrumente als auch die Gesangsstimmen waren perfekt aufeinander abgestimmt und wurden vom Tontechniker Michael Behrendt ebenso mustergültig über die Beschallungsanlage abgemischt, sodass die Zuhörer einen wahren Hörgenuss erlebten. Gespielt wurden vorrangig Lieder der neuen, gemeinsamen CD „Familiar Wild & Ben Hermann“, die Geschichten erzählen, die das Leben schreibt, eingehüllt in Klänge der Stilrichtung Alternative Folk.

Der gefühlvolle, zweistimmige Gesang in Verbindung mit den harmonischen Klängen der Gitarre und dem sinnlichen Klangcharakter der Violine berührten das Publikum. Dieses ließ es sich nach dem rund zweistündigen Programm auch nicht nehmen, lautstark einige Zugabe von den Künstlern einzufordern, die diese bereitwillig gaben.

Derzeit gilt das musikalische Duo hierzulande noch als eine Art Geheimtipp für Konzertliebhaber. Die beiden Multiinstrumentalisten und Sänger aus Kanada haben keine große Plattenfirma, die sie und ihre neue CD vermarktet, daher reisen sie  durch Europa, um die Vermarktung in Eigenregie vorzunehmen. In den Niederlanden und Dänemark genießen sie im Gegensatz zu Deutschland bereits einen deutlich hören Bekanntheitsgrad. Das liegt nicht alleine daran, dass die Radiosender in den beiden Ländern eher bereit sind, auch weniger bekannte Interpreten mit ihren Lieder in ihrer Playlist aufzunehmen.

 

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