Dütt & Datt

Graue Panter wollen Koogstraße beleben

24.08.2016 Brunsbüttel - Geht es nach dem Willen der Wählerinitiative der Grauen Panther Dithmarschen, so würde schon seit geraumer Zeit ein Pavillon mit Gastronomiebetrieb und öffentlichen Toiletten sowie ein Lotsenversetzboot für Ausstellungszwecke, den ansonsten nahezu ungenutzten Rathausplatt an der Koogstraße beleben. Ein Investorenpaar, das nicht nur die Baukosten von rund 130 000 Euro übernehmen, sondern sich auch um den Betrieb der Cafe- und Bistroanlage kümmern würde, haben die Grauen schon längst an der Hand. Und auch ein ausgedientes Lotsenboot stünde zur Abholung bereit. Bereits zwei Mal versuchte Heinz Zindler, als Ratsherr der Grauen Panther einen entsprechenden Antrag in dem nicht öffentlichen Teil einer Bauausschusssitzung zu platzieren. Beim ersten Angang grätschte die Vorrundenbegegnung der deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland bei der Europameisterschaft in Frankreich, dem Antrag dazwischen, da die Sitzung aufgrund des Länderspiels verkürzt wurde. In der nachfolgenden Bauausschusssitzung blieb angesichts der zahlreich verschobenen und neuen Anträge ebenfalls keine Zeit für eine Beratung des Antrages der Grauen Panther. „Eigentlich ist es ein Unding, wie man hier auch mit potenziellen Investoren umgeht“, sagt Heinz Zindler. „Für mehrere Jahre haben wir hier in Brunsbüttel die größte Wasserbaustelle Europas, die sowohl nationale als auch internationalen Gäste anziehen soll.  Zudem bringt die neue Fährverbindung nach Cuxhaven jede Menge Tagesgäste in den Ort und den Brunsbütteler Politikern gelingt es nicht, sich dem Thema anzunehmen und eine klare Entscheidung zu fällen.“ Seine Hoffnung setzt der Ratsherr nun auf die kommende Ausschusssitzung am 20. September. Dann wünscht sich Heinz Zindler eine Stellungnahme seiner Politkollegen, ob sie für den von ihm gestellten Antrag und damit für eine Belebung der Koogstraße und eine Attraktivitätssteigerung der Schleusenstadt stimmen, oder aber gegen zukunftsfördernde Projekte sind, so Ratsherr der Grauen Panther. Auf ein gewisses Maß an Gegenwehr hat sich Heinz Zindler eingestellt. Denn ganz kostenfrei ist die geplante Maßnahme für die Stadt nicht. Für den Pavillon mit einem Durchmesser von 12 Metern und dem etwa 30 Quadratmeter großen Nebengebäude für Küche, Sozialräume und WCs müssten zuvor die Versorgungsleitungen gelegt werden. Hier setzt Zindler bei den Kosten auf eine Beteiligung der Stadt. „Vielleicht kann man ja das Nebengebäude vergrößern und hier die öffentlichen Toiletten einrichten, die die Stadt eigentlich vorhalten müsste. Natürlich müsste die Stadt für die Mehrkosten aufkommen“, so die Überlegungen des Ratsherrn. Um dies zu klären sei es sinnvoll, das Gespräch mit den Investoren zu suchen. „Da der Platz mit Fördergeldern errichtet wurde, könnte es passieren, dass ein Teil der Förderung zurückgezahlt werden müsste. Dies muss jedoch erst geprüft werden, da sich der Pavillon auf der bestehenden Pflasterung aufstellen ließe“, so Zindler. Aus der Sicht des Ratsherrn sind die Kosten tragbar, zumal die Stadt neben der monatlichen Pacht auch zusätzliche Gewerbesteuer einnehmen würde. Aufgrund der relativ hohen Investitionskosten setzen die Investoren auf eine Pachtzeit von 15 Jahren.    
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