Dütt & Datt

Bauernmarkt lockt zahlreiche Besucher in die Schleusenstadt

500 Portionen Kohl gingen innerhalb einer Stunde über den Tresen der Feuerwehr

Brunsbüttel 24.09.2015 –  Mit zahlreichen Verkaufsständen und der längsten Kohltafel der Welt, errichtet entlang der Promenade des Yachthafens, lockte gestern die neunte Auflage des Brunsbütteler Bauernmarkt, die auf dem Gustav-Meier-Platz am Fuße der Schleusenanlage gefeiert wurde, zahlreiche Besucher in die Schleusenstadt. Kaum das Bürgervorsteherin Karin Süfke gemeinsam mit Kreispräsident Hans-Harald Böttger, Kohlregentin Freia Niebuhr und Stadtmanagerin Anne-Merle das Fest in der Schleusenstadt als Teil der Dithmarscher Kohltage offiziell für eröffnet erklärt hatten, bildeten sich bereits lange Schlangen an den kulinarischen Verkaufsständen der Gastronomen, die Kohlgerichten in den unterschiedlichsten Variationen anboten. Neben der klassischen Kohlroulade mit Salzkartoffeln und Specksauce oder einer herzhaften Kohlpfanne mit frischen Krabben gab es allerlei ausgefallene Köstlichkeiten rund um das Kreuzblütengewächs.

Einen besonders starken Zulauf genoss die Freiwillige Feuerwehr Brunsbüttel Ort. Mit Töpfen und Frischhaltedosen ausgestattet, erschienen die Kunden gleich scharenweise, um die zu Hause wartenden Familienmitglieder mit einem leckeren Kohleintopf zu versorgen. „Seit 2001 sind wir schon mit unserer Feldküche dabei und haben uns im Laufe der Zeit eine Stammkundschaft aufgebaut“, erzählt Chefkoch Matthias Bielenberg. Wenn es ums Kochen geht, dann rückt der Ortswehrführer Michael Elies bereitwillig ins zweite Glied und überlässt dem gelernten Schlachter die Führung. Ihm zur Seite stehen Claudia Grumm, Michael Böttcher und Ehefrau Petra Bielenberg. „Insgesamt 35 Kohlköpfe haben wir gestern in Handarbeit für den Eintopf kleingeschnitten“, erzählt Bielenberg. Gemeinsam mit Kartoffeln, Wurzeln, Kassler und verschiedenen Gewürzen wurde die Hauptzutat rund vier Stunden lang in der auf dem Gustav-Meier-Platz aufgebauten Feldküche gekocht. „Leider können wir nur 250 Liter und somit rund 500 Portionen herstellen, da das Nachkochen einfach zu lange dauern würde“, so Bielenberg. Der zubereitete Kohleintopf ist in der Regel, je nach Wetterlage innerhalb einer dreiviertel bis zu eineinhalb Stunden ausverkauft. So auch in diesem Jahr wieder.

Während die Landfrauen mit frischgebackenen Pförtchen für den Nachtisch sorgten, lockte Axel Roskors derweilen die Besucher des Bauernmarktes mit einer besonderen Spezialität an seinen Stand. Neben selbstgemachten Honig hatte der Meldorfer ebenfalls in den heimischen Produktionsräumen hergestellte Weißkohlmarmelade in seinem Sortiment. „Dieses Produkt gibt es ausschließlich während der Kohltage zu kaufen“, betonte der Meldorfer, der in der Domstadt einen kleinen Hofladen betreibt und seine Waren ansonsten auf den Wochenmärkten in Heide und Meldorf zum Kauf anbietet.

Für Unterhaltung sorgten auf der aufgebauten Bühne neben den Jagdhornbläsern, Schüler der Boy Lornsen Grundschule mit Liedern und Gedichten in plattdeutscher Sprache. Am Nachmittag verbreiteten das musikalische Duo „Die Silberfische“ sowie die Plattdeutsche-Theatergruppe „Oldies“ mit ihren Darbietungen gute Laune und sorgten für ausgelassene Stimmung.

 

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