Dütt & Datt

Anhaltender Starkregen: Kaum Besucher bei der NOK-Romantika

Brunsbüttel 06.09.2015 –  Die neunte Auflage der NOK-Romantika sollte auch in diesem Jahr wieder Tausende Besucher an die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt locken. In einem bunten Meer aus Lichtern sollte der Kanal an seinen beiden Ufern von Kiel bis nach Brunsbüttel erstrahlen. Doch in der Schleusenstadt an der Elbmündung spielte das Wetter nur kurzzeitig mit. Noch vor dem Höhepunkt der Veranstaltung setzte langanhaltender Starkregen der Veranstaltung zu. Nur jene Besucher, die einen der wenigen, trockenen Unterstellmöglichkeiten ergattern konnten, harten in der Hoffnung noch etwas länger aus, dass sich der Wettergott doch noch einmal als gnädig erweisen würde.

„Es wäre schade, wenn diese Veranstaltung dem Regen zum Opfer fällt. Aber wollen wir das Beste hoffen“, gab sich Stadtmanagerin Anne-Merle Wulf anfänglich noch zuversichtlich. „Die NOK-Romantiker hat sich mittlerweile in Brunsbüttel etabliert und lockt auch zahlreiche auswärtige Besucher an“, sagte Janette Hass vom Stadtmanagement-Team. Nicht so in diesem Jahr. Zwar waren einige Gäste aus der Region sowie aus dem Nachbarkreis Steinburg gekommen, insgesamt blieb die Zahl der Besucher jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. „Das ist wirklich schade, dass ausgerechnet heute das Wetter so verrückt spielen muss. Statt Cocktails hätte man heute ja schon fast Glühwein anbieten können“, sagte ein Besucher aus der Wilstermarsch.

Sichtlich Gedanken hatte sich das Stadtmanagement gemacht, um den Gästen ein gastronomisches- und unterhaltendes Angebot auf dem Gustav-Meyer-Platz sowie entlang der Promenade am Yachthafen anbieten zu können. Neben dem insbesondere bei Kindern beliebten Fahrradparcour und der Windlicht-Bastelecke gab es unter anderen ein rund 50 Quadratmeter großes Wasserbecken am Erlebnisspielplatz, welches von den Schiffsmodellbauern des Modellbauclubs Brunsbüttel genutzt wurde, um ihr Hobby zu präsentieren. Zahlreiche Nachbauten großer Ozeanriesen, Segelboote und historischer Dampfer schipperten über die künstliche See und durften zum Teil auch von den Gästen gesteuert werden. Ferner hatte das Stadtmanagement, mit dem Hamburger Lars Söhl (35) nicht nur einen Skipper samt seines mühevoll restaurierten Dreimasters eingeladen, sondern damit einhergehend ein ganzes Team an Kleinkünstlern. Vor dem stimmungsvoll beleuchteten Segelschiff am Fuß der Schleuse luden Scott und Stamatia Flair beispielsweise, die Zuschauer ein sich an Devilsticks im Jonglieren zu üben. „Scott kommt ursprünglich aus Philadelphia (USA) lebt aber seit einigen Jahren schon in Europa. Gemeinsam mit seiner Frau Stamatia einer gebürtigen Griechin verbring er den Sommer eigentlich in Italien, bevor es sie im Winter nach Griechenland verschlägt“, erzählt Lars Söhl. Der studierte Sozialpädagoge und ausgebildete Tontechniker mit wewelsflether Wurzeln war mit seinem Dreimaster Santiano bereits beim Kanalgeburtstag im Juli mit von der Partie und lud die Gäste zum Klettern in die Mastbäume ein. „Eigentlich wollten wir den Zuschauern noch eine kleine Feuershow liefern“, zeigte sich Lars Söhl enttäuscht, dass sich das Wetter nun so gar nicht der Freiluftveranstaltung anpassen wollte.

 

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