Brunsbüttel

Energiewende im Physikraum

Vattenfall und Bildungsministerin Karin Prien überreichen Experimentierkästen an Brunsbütteler Schulen

In Brunsbüttel pflegen die Schulen einen sehr engen Kontakt zur dort angesiedelten Industrie. Als Win-Win-Beziehung bezeichnen beide Seiten die Kooperation. Profiteure der jüngsten Aktion waren aktuell die Schleusen-Gemeinschaftsschule und das Brunsbütteler Gymnasium.

Am Montag besuchte der Leiter des Kernkraftwerks Brunsbüttel, Markus Willicks die Bildungseinrichtung. Dieser kam nicht allein, sondern hatte mit Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) eine hochrangige Begleitung an seiner Seite. Gemeinsam überreichten sie Forscherboxen für den Physikunterricht zum Thema erneuerbarer Energie im Gesamtwert von 10 000 Euro an die Schulen. Eine Übergabe mit Symbolcharakter, denn die von Vattenfall finanzierten und von der Bildungsministerin an die Schule überreichten Experimentierkästen zeigte in gewisser Weise auf, dass eine Energiewende nur dann gelingen kann, wenn alle Seiten an einem Strang ziehen und vor allem die Jugend mit eingebunden wird.

Die Forscherboxen ermöglichen es den Schülern, im Zuge des Unterrichts tiefer in die Themenfelder regenerativer Energie einzusteigen. Sie können so an der Entwicklung von Lösungen arbeiten, die zu einer Senkung des Energieverbrauch führen, aber vor allem der derzeit wichtigsten Frage nach einer Energiespeicherlösung für Strom aus Sonnen- und Windenergie auf den Grund gehen, erklärten die Schulleiter. „An diesen Energie-Themen ist die Schuldidaktik bislang noch nicht dran“, so Tobias Zabel, Fachschaft Physik am Brunsbütteler Gymnasium. Doch die Erwartungen, die an die Fachkräfte von Morgen gerichtet werden, sind schon jetzt hoch. „Wir müssen es schaffen den Weg in neue Technologiefelder zu beschreiten“, betonte Karin Prien und machte deutlich: „Unsere Zukunft liegt in euren Händen, denn ihr seid die, die anfangen damit zu experimentieren.“

Eine große Herausforderung, denn bereits ab 2030 dürfen in neuen Wohnhäusern keine Heizungen mehr verbaut werden die mit Gas oder Öl betrieben werden. Der Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe soll später auch auf Autos und Gewerbebetriebe ausgeweitet werden. Eine Lösung auf die Frage der Energiespeicherung muss somit dringen her, waren sich alle Beteiligten einig.

Für die Kooperation zwischen Schulen und Industrie fand die Bildungsministerin lobende Worte. Brunsbüttel sei ein gutes Vorbild für die Stärken, des föderalen Bildungssystems. Mit zentralistischen Vorgaben sei nach Auffassung Priens eine solche Förderung von Schulen durch die Industrie gar nicht möglich. „Gerade auch wegen dieser Unterstützung können wir mit Stolz behaupten, dass wir ein Industrie-, Lern- und Forschungsstandort mit top Schulen und top Lehrkräften sind“, so Bürgervorsteher Michael Kunkowski.

Die Schulleiter Hans-Peter Stein (Schleusen-Gemeinschaftsschule) und Hans-Walter Thee (Brunsbütteler Gymnasium) hoben neben der guten Zusammenarbeit mit der Industrie auch die mit dem Schulträger hervor. Durch deren gemeinsames Engagement sind beide Schulen im Bereich der MINT-Fächer gut ausgerüstet und auf dem neusten Stand. Die Spende

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