Aebtissinwisch Wilstermarsch

Abenteuer Bauernhof

In verschiedenen Kursen können Kinder das Leben auf dem Bauernhof mit allen Sinnen erkunden.

Erlebniswelt Bauernhof – Landwirtschaft mit allen Sinnen entdecken. In vierter Generation bewirtschaftet die Familie Strüven einen landwirtschaftlichen Betrieb in Aebtissinwisch mit 135 Hektar Land, 130 Kühe und einer Vielzahl weiterer Tiere. Vor etwa zehn Jahren haben Imke und Heiko Strüven zudem damit begonnen, ihren Hof als einen außerschulischen Lernort zu öffnen. Spielerisch und mit viel Feingefühl werden Kinder und Jugendlichen an das facettenreiche Leben auf dem Bauernhof herangeführt. Durch die tiefen, unverfälschten Einblicke sollen diese nicht nur ein besseres Verständnis für die Landwirtschaft, sondern auch eine gesteigerte Wertschätzung für die Natur und vor allem Lebensmittel erhalten.

Nicht nur in den Großstädten verlieren Kinder und Jugendliche immer mehr den Bezug zur Natur. Selbst in ländlichen Regionen nimmt das Verständnis für ökologische Zusammenhänge stetig ab. Viele Heranwachsende kennen die Landwirtschaft nur noch aus Simulationsspielen, die auf der Spielekonsole gespielt werden. „Zu meiner Schulzeit“, erinnert sich Imke Strüven: „Waren in jeder Klasse mehrere Kinder, die vom Bauernhof kamen. Dadurch war bereits eine gewisse Nähe zur Landwirtschaft gegeben. Spielenachmittage oder Geburtstagsfeiern auf Bauernhöfen gehörten immer zu den tollsten Erlebnissen.“

Aufgrund hoher Investitionen, geringer Erzeugerpreise und zunehmender Bürokratisierung werfen viele Landwirte das Handtuch oder finden keine Nachfolger für ihre Höfe. Daraus resultierend hat sich auch die Zahl der Schüler aus landwirtschaftlichen Familien an Schulen verringert und somit ist ein wichtiges Bindeglied verloren gegangen. Die entstandene Lücke möchte die Familie Strüven mit dem Angebot verschiedener Kurse und Projekte füllen. Diese richten sich an Kindergärten und Schulen aber auch an Kinder, die abseits der Bildungseinrichtungen, Interesse an Tieren und der Natur haben und ihr Wissen erweitern möchten.

„Eigentlich, kann man gar nicht früh genug damit beginnen, Kindern die Natur näher zu bringen“, sagt Imke Strüven. Die Bauernhofpädagogin empfängt daher auch Krabbelgruppen mit Kindern ab 11 Monaten auf dem Gehöft. Mit allen Sinnen können die Kinder sich selbst sowie das Leben auf dem Bauernhof entdecken.

„Unsere Kurse und Projekte sind eigentlich immer unterschiedlich, da sie sich in vielen Bereichen dem Jahreszyklus und den damit einhergehenden Veränderungen anpassen“, erklärt Heiko Strüven.

Damit die Kinder ihre Zeit nicht ausschließlich bei den Tieren verbringen oder auf dem Heuboden toben, was erfahrungsgemäß das Größte für die jungen Gäste ist, hat Imke Strüven für alle Angebote Konzepte erarbeitet, die sich bewährt haben. „Gemeinsam mit den Kindern gehen wir unterschiedlichen Frage auf den Grund. Wir klären unter anderen auf, wo die Milch herkommt und was man damit machen kann. In diesem Zusammenhang stellen wir selbst Butter her“, erklärt die Bauernhofpädagogin. In ähnliche Weise können die Kinder auch den Weg vom Korn zum Brot erforschen. Beobachten wie aus einer einzelnen Kartoffel, die in den Boden gesetzt wird, ganz viele werden, die die Kinder am Ende zu Pommes verarbeiten.

Kindergärten und Schulen haben nicht nur die Möglichkeit, den Bauernhof der Familie Strüven als außerschulischen Lernort zu nutzen und in den Unterricht sowie Projektwochen einzubinden. „Auf Anfrage komme ich auch gerne in die Schule und bringe die Landwirtschaft ein Stück weit in die Klassenräume“, betont Imke Strüven und ergänzt: „In einem Kindergarten beobachten die Mädchen und Jungen gerade, wie aus einem in einem Brutkasten befindliches Ei Leben entschlüpft.“

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