Sankt Margarethen Wilstermarsch

Schnelle Hilfe bei Herzstillstand

Wenn jede Sekunde zählt: Schnelle Hilfe bei Herzstillstand – Reanimationsgruppe soll helfen Leben zu retten. Etwa alle fünf Minuten kommt es in Deutschland zu einem medizinischen Notfall, bei dem das Herz plötzlich aufhört zu schlagen. Sofortiges Eingreifen in Form einer Herzdruckmassage kann Leben retten. Doch nicht jeder Mensch traut sich dieses zu oder ist schlicht mit der Situation überfordert.

Im Zuge der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung zeigten sich die Kommunalpolitiker der Elbgemeinde St. Margaretehen begeistert von der Idee ihrer Freiwilligen Feuerwehr, eine Reanimationsgruppe zu gründen. Diese wird bei Notfällen mit Herzstillständen, in denen der hauptamtliche Rettungsdienst den Einsatzort nicht innerhalb der vorgeschriebenen Hilfsfrist von zwölf Minuten erreichen kann, von der Rettungsleitstelle alarmiert und soll, überbrückend bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eine Erstversorgung durchführen. Dabei kann die Freiwillige Feuerwehr auch auf einen Defibrillator zurückgreifen, der seit einigen Jahren im Besitz der Wehr ist.

Da die Aufstellung einer Reanimationsgruppe nicht zu den gesetzlichen Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr gehört, muss die Gemeinde als Trägerin der Feuerwehr dieser die Genehmigung hierfür erteilen. Andernfalls bestünde für die ehrenamtlichen Helfer während ihrer Einsätze kein Versicherungsschutz. Einstimmig sprach sich die Gemeindevertretung für die Gründung einer solchen Gruppe aus und zeigte sich gleichermaßen erstaunt und begeistert, dass sich 22 aktive Mitglieder der Gemeindewehr bereits bereiterklärt haben, sich der Gruppe anzuschließen.

„Wir werden keine First Responder ausbilden, wie es in anderen Wehren der Fall ist, sondern fahren wirklich nur bei Herzstillständen raus“, unterstrich Wehrführer Jörg Göttsche. Einen geeigneten Ausbilder, der die Kameraden im Bereich der Ersthilfe schulen wird, hat die Wehrführung bereits in Jan-Hendrik Schneider gefunden. Der Mitarbeiter der Rettungsdienst Kooperation in SH ist seit vielen Jahren in der Ausbildung von Rettungskräften aktiv und steht auch den Feuerwehren im Kreis immer wieder mit Rat und Tat zur Seite.

„Der Gemeinde entstehen durch die Gründung der Gruppe keine weiteren Kosten“, erklärte Göttsche und sagte weiter: „Sollten Anschaffungen notwendig werden, so wollen wir hierfür Sponsoren gewinnen.“