Wilster

Stadtwerke trotz Defizit zuversichtlich

Anhaltender Optimismus trotz Negativentwicklung. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben die Stadtwerke Wilster in sämtlichen Verbräuchen einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen müssen. Dennoch zeigte sich Werkleiter Michael Schjut am Dienstagabend im Rahmen der Sitzung des Werkausschusses zuversichtlich, dass zum Jahresbeginn gesteckte Ziel der schwarzen Null für das laufende Geschäftsjahr, erreichen zu können. Sein anhaltendes Bestreben begründete der Stadtwerkechef mit der positiv zu wertenden Entwicklung der Finanzzahlen, die deutlich von der Prognose abweisen. Gingen die Stadtwerke für die erste Hälfte 2019 von einem prognostizierten Fehlbetrag in Höhe von 69.000 Euro aus, beläuft sich dieser tatsächlich auf 36.000 Euro. 47 Prozent weniger als bei der ursprünglichen Planung. „Ich bin guter Hoffnung, dass wir noch eine Null hinbekommen“, unterstrich Schjut anlässlich der Abweichung.

Die Befürchtung, dass die Stadtwerke Neumünster im Zuge des Breitbandausbaus insbesondere Stromkunden aus der Marschenstadt abwerben könnten, haben sich nicht bestätigt. Zwar haben die Stadtwerke Wilster 34 Vertriebskunden verloren, was zu einem Rückgang der verkauften Strommenge um rund drei Prozent auf 5.914 MWh geführt hat, jedoch stünde dies nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit dem Wirken der Stadtwerke Neumünster in Wilster.

Im Bereich der Gasversorgung mussten die Stadtwerke eine Abwanderung von 18 Gaskunden hinnehmen. Die rückläufige Vertriebsmenge um zwei Prozent auf 23.279 MWh begründete Schjut zudem mit dem milden Winter. Die Wasserabgabe verringerte sich um drei Prozent auf 116 000 Kubikmeter und auch bei der Fernwärme aus den Blockheizkraftwerk am Hallenbad wurde ein Rückgang um drei Prozent auf 920 MWh verzeichnet.

Das Hallenbad zählte 28227 Besucher und somit 169 weniger als im Jahr zuvor. Erfreulich ist dagegen die Entwicklung der Saunagäste. Dort gab es eine Steigerung um vier Prozent von 5121 auf 5305 Besucher. „Hier haben wir wohl von den Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im Itzehoer Schwimmbad geführt, die zu einer temporären Schließung geführt haben“, so Schjut.

Im Oktober des vergangenen Jahres wurde das Blockheizkraftwerk am Hallenbad mit einem neuen Modul ausgestattet. Sollte das zweite Modul ursprünglich in diesem Jahr erneuert werden, wurde diese Maßnahme nun auf 2020 verschoben. Um Fördermittel auch für das zweite Modul zu erhalten, muss zwischen der Fertigstellung des ersten und der Errichtung des zweiten Heizmoduls mindestens eine Ruhezeit von einem Jahr liegen, erklärte der Werkleiter. Die Monate bis zum Baubeginn wolle man nutzen, um Vorbereitungen für den Einbau zu treffen. Zudem seien Verhandlungen mit dem Schulverband von Nöten, um die Investitionskosten zu sichern. „Der bestehende Versorgungsvertrag zwischen dem Schulverband und den Stadtwerken lässt sich jährlich kündigen. Anlässlich der Investition würden wir gerne eine zehnjährige Vertragslaufzeit einführen, was uns Planungssicherheit gibt und es uns zudem ermöglicht, die Versorgung der Schule und Sporthalle mit Wärme zu einem verbesserten Preis anbieten zu können“ so Schjut.