Ecklak Wilstermarsch

Gemeindejubiläum – 700 Jahre Ecklak

Ecklak (erb) Gemeindejubiläum: Mit einem großen Fest finden am 17. August die Feierlichkeiten anlässlich des 700-jährigen Bestehens der Gemeinde Ecklak ihren Höhepunkt. Neben den rund 300 Einwohnern sollen zahlreiche Gäste, die auf unterschiedlichste Weise mit der Gemeinde verbunden sind, zu der Feierlichkeit eingeladen werden. „Wir würden uns sehr freuen, wenn auch ehemalige Gemeindemitglieder, die hier zwar aufgewachsen dann jedoch fortgezogen sind, sich angesprochen sowie eingeladen fühlen und an der Feierlichkeit teilnehmen“, betont Bürgermeister Jörn Schmedtje. Der Beginn der Feierlichkeiten ist für 17 Uhr vorgesehen. Mit dem Auftritt des Shantychors „Die Nordlichter“ aus Kleve, wird die Veranstaltung im Festzelt am Feuerwehrgerätehaus eingeläutet. Kurzweilige Reden und Grußworte, Überraschungsdarbietungen als auch ein kurzer Streifzug durch die Geschichte der Gemeinde folgen, bevor zum Festmahl geladen wird. Eine feurige Showeinlage, der zwei Pyrokünstlerinnen von „Art of Light“ aus Kollmar, bildet gegen 22.30 Uhr den Abschluss des offiziellen Teils der Jubiläumsfeierlichkeiten und den Übergang zur geselligen Runde mit angeregten Gesprächen und Tanz zur Musik vom Plattenteller.

Knapp zwölf Monate lang hat sich ein zehnköpfiges Planungsgremium mit den Vorbereitungen der unterschiedlichen Veranstaltungen anlässlich des Gemeindejubiläums auseinandergesetzt. Die Feierlichkeiten im August bilden den Höhepunkt, jedoch nicht den Abschluss der Veranstaltungsreihe. „Im Mai hatten wir unsere Kahntour auf der Wilster Au, gefolgt vom Kinderfest zudem sind weitere Aktivitäten für Oktober und Dezember geplant“, so das Gemeindeoberhaupt. Dazu zählt auch ein Eishockeyspiel in der Brokdorfer Eissporthalle.

Eishockey hat in der Gemeinde eine lange Tradition. Viele Landabschnitte rund um die Gemeinde liegen unter dem Meeresspiegel. Regelmäßig kommt es hier insbesondere in der Herbst- und Winterzeit zu Überschwemmungen. „Damals hatten wir in den Wintermonaten noch Temperaturen deutlich unter Null-Grad. Der Frost hat die Flächen dann in große Eisbahnen verwandelt, auf denen sich nicht nur die Ecklaker zum Schlittschuhlaufen trafen“, erinnert sich Schmedtje und ergänzt: „Regelmäßig hat es Eishockeyspiele gegen Mannschaften aus anderen Gemeinden gegeben und hin und wieder wurden auch Eishockeyturniere organisiert.“

Regionale Bekanntheit erlang die Gemeinde Ecklak jedoch nicht durch die Wintersportart.  Vielmehr war es die zentrale Mülldeponie für die Kreise Steinburg und Dithmarschen, die hier 1982 eröffnet wurde. Elf Familien mussten für die Errichtung der Abfallsammelstelle umgesiedelt werden. Bis 2005 wurde hier der Hausmüll aus beiden Kreisen angefahren und endgelagert. „Aus den Reihen der hiesigen Bevölkerung hat es seinerzeit massiven Widerstand gegen den Bau der zentralen Deponie gegeben“, erinnert sich der heutige Bürgermeister. Doch die Bemühungen, die Errichtung zu unterbinden, schlugen fehl. Mittlerweile erinnert nur noch der landschaftlich hervorstechende Deponie-Berg, der mit Solaranlagen bestückt ist, an den Ärger von damals.  

„Das einzig schlechte an unserer Gemeinde ist aus heutiger Sicht die Zufahrtsstraße“, sagt Jörn Schmedtje.  Da es sich bei der Hauptstraße (L137), die durch den Ort führt, um eine Landesstraße handelt, ist für die Erhaltung und Instandsetzung jedoch nicht die Gemeinde, sondern das Land verantwortlich. Über die Zuständigkeiten wissen die Bürger in der Gemeinde bestens Bescheid. Etwa 50 der rund 300 Einwohner engagieren sich kommunalpolitisch in einer der vorhandenen drei Wählergemeinschaften, oder waren über Jahre politisch aktiv. „In unseren Sitzungen kommt es häufig zu lebhaften Diskussionen“, lobt der Bürgermeister das Engagement seiner Politkollegen. Auch wenn man nicht immer einer Meinung sei, so habe jeder das Wohl der Gemeinde im Blick.

Der wohl bekannteste Einwohner der Gemeinde Ecklack ist der deutsche Schauspieler und Synchronsprecher Jan Fedder. 1990 hat dieser einen Bauernhof in Ecklak erworben, den er als Rückzugsort nutzt. „Selbstverständlich hat auch er eine Einladung zu unserem Jubiläumsfest bekommen, aber ich gehe nicht davon aus, dass wir ihn dort werden begrüßen können“, so Schmedtje.