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Maritimer Ausflug

Brunsbüttel (erb) Insbesondere bei Fahrradtouristen gewinnt die Schleusenstadt Brunsbüttel zunehmend an Bedeutung. Mit der NOK-Route, dem Elberadweg und Nordseeküstenradweg führen gleich drei, in zahlreichen nationalen und internationalen Reiseführern beworbene Radwanderwege durch die Elbgemeinde. Natürlich lässt sich Brunsbüttel auch zu Fuß erkunden, doch um alle reizvollen Orte im Rahmen eines Tagesausflugs zu ermitteln, empfiehlt sich die Nutzung eines Fahrrades. In der Tourist-Info am Gustav-Meyer-Platz 2, unmittelbar an der Schleusenanlage erhalten Besucher nicht nur alle wichtigen Informationen für eine anstehende Erkundungstour. Hier, als auch in der Koogstraße 1 können neben Infomaterialien und Karten sowohl E-Bikes als auch normale Fahrräder für die gesamte Familie, gegen kleines Geld gemietet werden.

Die Promenade an der Schleusenanlage ist der ideale Ausgangspunkt für einen eindrucksvollen Streifzug durch den Ort und die Region. Der Segelboote, die im Yachthafen liegen sowie die großen Schiffe, die zum Greifen nah die Schleusenanlage passieren, stimmen auf das maritime Erlebnis ein.

Über die Schillerstraße geht es weiter, vorbei am Schleusen-Info-Zentrum (SiZ) in dem Besucher im Rahmen der an verschiedenen Tagen stattfindenden offenen Schleusenführungen jede Menge Hintergrundinformationen zum aktuellen Bau der 5. Schleusenkammer bekommen. Nach einem Blick auf das größte Wasserbauprojekt in Europa, führt der sehr gut ausgebauten Radwanderweg die Ausflüger unmittelbar am Ufer der Elbmündung entlang. Dabei passieren diese eines der schönsten Freibäder in Deutschland. Gäste des Freibads Ulitzhörn können sich nicht nur im beheizten Schwimmbecken amüsieren, sondern erhalten nebenbei einen ungehinderten Blick auf die Einfahrt der meistbefahrenen künstliche Wasserstraße der Welt – den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) – und bekommen somit jede Menge Schiffe zu sehen.

Nachdem der Hafen der Brunsbütteler Seglervereinigung passiert wurde bietet sich nach rund neun Kilometern eine Rast in Neuenfeld an. Die gastronomischen Betriebe, die sich hier unmittelbar auf dem Deich befinden, servieren nicht nur typisch norddeutsche Speisen in hoher Qualität sowie Kaffeespezialitäten und selbstgebackenen Kuchen zu familienfreundlichen Preisen. Die erhabenen Terrassen der familiengeführten Gastronomiebetriebe bietet zudem einen einmaligen Blick auf den Neufelder Naturhafen, das weite Vorland mit einer einzigartigen Vogelvielfalt sowie das rege Treiben unzähliger Schiffe an der Elbmündung.

Der nachfolgende Rückweg sollte unbedingt über den historischen Stadtkern von Brunsbüttel-Ort führen. Hier lädt neben der 1679 errichteten Jakobuskirche auch das Heimatmuseum zu einer kurzen Rast und kleinen Zeitreise in de Vergangenheit ein. Weiter geht in Richtung Elbeforum. Die im Kultur- und Tageszentrum des Elbeforums Brunsbüttel angesiedelte Stadtgalerie präsentiert regelmäßig wechselnde Ausstellungen moderner Kunst ganz unterschiedlicher Künstler. Über die vom Einzelhandel geprägten Koogstraße, geht es wieder in Richtung Ausgangpunkt, ein Abstecher durch das Beamtenviertel sollte jedoch in Betracht gezogen werden. Der Stadtteil, der im Zusammenhang mit der Errichtung des NOK um 1907 entstand, verfügt durch die erhaltenden Gebäude, über einen ganz eigenen Charm und ist durchaus sehenswert.  Auf dem Gustav-Meyer-Platz muss die rund 22 Kilometer lange Reise nicht unmittelbar enden. Hier besteht die Möglichkeit, das Kanalmuseum Atrium, sowie die Besucherplattformen der Schleusen zu besuchen. Radfahrer die sehr gut trainiert sind und noch einen Bewegungsdrang verspüren sollten die Wege entlang der Braake erkunden.

 Weitere Infos unter: www.schleuseninfo.de