Brokdorf Sankt Margarethen Vermischtes Wilstermarsch

B431 für zweieinhalb Jahre gesperrt

Brokdorf/St.Margarethen (erb) Nun geht es los: Für rund zweieinhalb Jahre ist die B431 zwischen den Gemeinden Brokdorf und St. Maragarethen komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt. Während dieser Zeit wird die völlig marode Straße umfassend saniert. Die knapp acht Millionen Euro teure Maßnahme, die von der Gemeinde Brokdorf und dem Bund bezahlt wird, kommt einem Neubau gleich. Der gesamte Fahrbahnaufbau wird neu hergestellt. Dabei wird die Straße gleich um einen Meter auf 6,50 Meter verbreitert. Gleichzeitig wird die bislang vorhandene Lücke im Radweg zwischen den beiden Gemeinden geschlossen. Ebenfalls sollen zwei „S-Kurven“ zur Erhöhung der Verkehrssicherheit abgeflacht werden. Der Aufbau der neuen Straße ist so geplant, dass sich am Ende die einzelnen Schichten zu einem rund 90 Zentimeter starken Straßenbauwerk vereinen, der auch schweren Belastungen standhalten soll. Eine besondere Herausforderung stellt hierbei der sehr weiche und feuchte Marschboden dar. Ein Lösungsansatz für das Problem ist eine vielversprechende Methode, die bereits beim dreispurigen Ausbau der B5 zur Anwendung kam. Mit dem Aufbringen einer Auflast in Form von Unmengen an Sand, sowie einer eingebrachten Vertikaldrainage zum Ableiten des Wassers, soll sich der Untergrund verdichten und sich die Tragfähigkeit somit deutlich erhöhen. Die vorbereitenden Maßnahmen hierfür werden derzeit durchgeführt. Zudem ist das Tiefbauunternehmen damit beschäftigt, die Lage sämtlicher Versorgungsleitungen zu überprüfen, um möglichst keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Während der gesamten Bauzeit wird der Verkehr über die L 170 / L 136, B5 und B431 umgeleitet. Für Verkehrsteilnehmer bedeutet dies einen Umweg von rund 12 Kilometern. Doch deutlich stärker als diese werden aller Voraussicht nach die Einzelhandelsunternehmen in den zwei Gemeinden gebeutelt werden. Sowohl der Markt Treff in St. Margarethen als auf der Rewe-Nahkauf-Markt in Brokdorf müssen mit erheblichen finanziellen Einbußen in nicht kalkulierbarer Höhe rechnen, da der Durchgangsverkehr bereits vor den Märkten umgeleitet wird. Beide Supermärkte generieren einen Großteil ihrer Einkünfte über Touristen sowie Trucker. Mit Hinweisschildern sollen Ortsunkundige auf die Einkaufsmöglichkeiten hingewiesen werden, kündigten die jeweiligen Bürgermeister bereits vor der Aufnahme der Straßenbauarbeiten an. In Brokdorf informieren die Schilder am Kreisel zudem darüber, dass die Zufahrt zum Hotel Sell und dem Wohnmobilstellplatz weiterhin uneingeschränkt möglich ist.