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Überraschende Finanzspritze für neuen Fitnesspfad

Brunsbüttel 2019.01.19 – Brunsbüttels Bürgermeister Martin Schmedtje strahlt: „Diese Spende kommt wie gerufen.“ Vattenfall unterstützt die Einrichtung eines Fitnesspfads in der Schleusenstadt mit 10 000 Euro.

Lange musste das Unternehmen Vattenfall auf die Genehmigung für den Rückbau des AKW Brunsbüttel warten. Unmittelbar vor Weihnachten überbrachte Umweltminister Jan Philip Albrecht (Grünen) dem Kraftwerksbetreiber schließlich die ersehnte Erlaubnis. „Die Übergabe der Stilllegungs- und Abbaugenehmigung ist für uns ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur grünen Insel auf dem Werkgelände“, betonte Kraftwerksleiter Markus Willicks. Diesem besonderen Tag, der den Atomausstieg in Schleswig-Holstein endgültig besiegelte, möchte das Unternehmen nun ein kleines Denkmal setzen. „Wir möchten etwas Bleibendes schaffen, etwas was noch lange an dieses besondere Ereignis erinnert und von dem auch die Bürger etwas haben“, so Vattenfall-Sprecher Olaf Hiel. Nach intensiven Überlegungen viel der Entschluss, eine zweckgebundene Spende in Höhe von 10.000 Euro an die Stadt zu entrichten. Die finanzielle Zuwendung soll als Anschubfinanzierung für den von Bürgern gewünschten Fitnesspfad im Bürgerpark genutzt werden. „Wir sehen dies als ein soziales Investment und hoffen, das sich vielleicht andere Unternehmen an der Finanzierung der Outdoor-Sportgeräte beteiligen“, so Hiel und weiter: „Wenn die Geräte stehen wäre es klasse, wenn sich auch die Sportvereine einbringen und dabei helfen den Fitnesspfad zu beleben.“

Bürgermeister Martin Schmedtje und Bürgervorsteher Michael Kunkowski zeigten sich begeistert. „Aufgrund der angespannten Haushaltslage konnten für das laufende Jahr keine Haushaltsmittel für das Projekt vorhalten. Diese Spende kommt wie gerufen“, so der Verwaltungschef.

Schüler des Brunsbütteler Gymnasiums haben die Bereitschaft geäußert, ehrenamtlich ein Konzept für die Gestaltung des Fitnesspfads auszuarbeiten. Nach der Vorstellung und Beratung der Entwurfspläne soll es unmittelbar an die Umsetzung gehen. „Wir streben eine niedrigschwellige Umsetzung an und hoffen, dass wir den Fitnesspfad nach den Sommerfieren gemeinsam mit der Skaterbahn eröffnen können“, so Kunkowski. Die Arbeiten rund um die Skaterbahn sind jedoch etwas ins Stocken geraten, da die Tragfähigkeit des Erdreichs nicht den notwendigen Erfordernissen entspricht. Die entsprechende Herrichtung des Baugrunds ist mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Über den finanziellen Mehraufwand müssen nun zunächst die politischen Gremien entscheiden.

Als soziales Investment sieht Kraftwerklseiter Markus Willicks
die 10 000 Euro, die er Bürgervorsteher Michael Kunkowski (l.)
und Bürgermeister Martin Schmedtje (r.) überreicht. FOTO: MOHR

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