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Bürgerbus-Süderdithmarschen: Erfolgreiches Jahr trotz roter Zahlen

Brunsbüttel 2019.01.12 – Seit einem Jahr rollt der Bürgerbus des 67 Mitglieder starken Bürgerbusvereins Amt Burg-St. Michaelisdonn und der Stadt Brunsbüttel über die Straßen Süderdithmarschens. Im Brunsbütteler Hauptausschuss zog der Vereinsvorsitzende Thorsten Hübner trotz roter Zahlen eine positive Bilanz.

An fünf Tagen in der Woche und somit übers Jahr gesehen an 235 Tage war der Bus nach einem festgelegten Zeitplan, zwischen acht Uhr in der Früh und 19 Uhr, auf zwei Linien zwischen Eggstedt und Brunsbüttel unterwegs. Lediglich an zwei halben Tagen, konnte der Bus aufgrund eines Wildunfalls sowie eines Feuers auf der Wegstrecke, seine Rundtour nicht wie geplant vollziehen. Die Fahrzeiten wurden unter Berücksichtigung der Zugfahrpläne in Burg und St. Michaelisdonn sowie dem Fahrplan des Schnellbusses Brunsbüttel-Itzehoe getaktet. So soll sichergestellt werden, dass eine weiterreise gewährleistet ist. Genutzt wurde der preiswerte Beförderungsdienst von 2284 Fahrgästen aus 15 Gemeinden, darunter 200 Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung.

Bis zum Jahresende legte der Niederflurbus, der mit einem Rollstuhlplatz ausgestattet ist und bis acht Fahrgäste befördern kann, 69060 Kilometer zurück.

Derzeit stehen dem Verein 22 ehrenamtliche Fahrer zur Verfügung, die im Besitz des Führerschein Klasse 3 (B) sind, die Gesundheitsprüfung erfolgreich bestanden und den Personenbeförderungsschein über den Verein erworben haben. Angesichts der ehrenamtlich geleisteten 2500 Stunden pro Person wünscht sich der Vereinsvorsitzende noch mehr ehrenamtliche Busfahrer. „Auch wenn jeder mit Freude dabei ist und die Stunden gerne leistet, möchte wir lieber einen großen Fahrerpool einrichten, um frühzeitig möglichen Überlastungserscheinungen entgegenzuwirken.“

Thorsten Hübner

Den eingenommenen Fahrgeldern in Höhe von 3000 Euro stehen Sprietkosten in Höhe von rund 8000 Euro gegenüber. „Wir werden wohl nie eine schwarze Null schreiben, da sind wir ganz realistisch. Würden man die Beförderung auf der Strecke durch ein Busunternehmen einkaufen, so würden jedoch mit Leichtigkeit Kosten in Höhe von rund 100 000 Euro entstehen“, betonte Thorsten Hübner, der die Mitglieder des Hauptausschusses darum bat, auch künftig an der finanziellen Förderung des Schnellbusses in Höhe von 3000 Euro festzuhalten. Nach Einschätzung des Vereinsvorsitzenden werden die Fahrgastzahlen künftig steigen. „Wir leben von Mundpropaganda und da dauert es halt bis sich herumgesprochen hat, dass dieser Service wirklich funktioniert und wir unsere Haltestellen pünktlich anfahren.“ Zudem ist der Verein bereit, auch andere Straßenzüge im Fahrplan aufzunehmen. „Wir müssen nur wissen, wo Bedarf vorhanden ist“, unterstrich Hübner die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten der Linienführung.  

Weitere Infos: www.buergerbus-dithmarschen-sued.de

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