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Graue Panther fordern Sicherheitskonzepte für die Schleusenstadt

By Jens-Peter Mohr | In Allgemein | on Juni 27, 2017
27.06.2017 Brunsbüttel - Anschläge wie in Berlin, Ansbach und Münschen aber ebenso spontane Übergriffe wie in einer Regionalbahn in Würzburg im Juli des vergangenen Jahres, bei dem fünf Menschen durch einen Einzeltäter verletzt wurden oder der Axt-Angriff im März dieses Jahres in Düsseldorf, bei dem neun Menschen zum Teil schwere Verletzungen erlitten, verunsichern die Bevölkerung zunehmen. „Dieses Thema sollte man auch bei uns nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Ratsherr Heiz Zindler. Der Vorsitzende der Wählerinitiative Graue Panther Dithmarschen fordert ein Sicherheitskonzept für die Schleusenstadt. Ausgearbeitet werden soll dieses von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit Kommunalpolitikern, Polizei und Rettungskräften. „Bei uns passiert doch nichts, das haben die anderen auch gesagt“, ist sich Zindler sicher, dass auch Brunsbüttel durchaus zum Ziel fehlgeleiteter, radikalisierter Menschen werden könnte. Sowohl das Atomkraftwerk als auch die großen Chemieunternehmen stellen ebenso potenzielle Ziele dar, wie die Schleusenanlage, die für die Wirtschaft eine strategisch wichtige Bedeutung hat. „Aber auch unsere Veranstaltungen wie der Westküstenflohmarkt, bei dem sich tausende Menschen auf den Straßen befinden, sollten wir künftig deutlich besser absichern“, fordert der Ratsherr der Grauen Panther und verweist auf Ahrensburg im Kreis Stormarn. Dort wurden anlässlich des Stadtfestes unter anderen Betonpoller aufgestellt und andere Maßnahmen zum Schutz vor Anschlägen ergriffen. „Wenn wir hier in unserer Region wirklich so sicher sind, wie viele meinen, warum wird massiv in die materielle und personelle Ausstattung der Polizei investiert. Jede noch so kleine Polizeidienststelle wird mit zusätzlicher kugelsicherer Schutzausrüstung ausgestattet. Und auch die Industrieunternehmen haben ihre Sicherheitsvorkehrungen angepasst“, fühlt sich Zindler in seiner Forderung bestätigt. „Es gibt keine Maßnahmen, mit denen sich Anschläge zu hundert Prozent verhindern lassen, aber wir sollten dennoch Vorkehrungen zum Schutz vor Anschlägen treffen, vorbereitet sein und darauf hoffen, dass hier nie etwas passiert.“

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