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Fehlende Raststätte für Fernfahrer sorgt für Unmut unter den Anwohnern

By Jens-Peter Mohr | In Allgemein | on Juni 25, 2017
25.06.2017 Brunsbüttel - Eine fast 200 Meter lange Haltebucht in der Schleswiger Straße sorgt für zunehmenden Unmut unter Anwohnern der Brunsbütteler Südseite. Täglich wird der Parkstreifen als Raststätte von Lkw-Fahrern genutzt. Diese kommen vornehmlich aus Polen und Rumänien. Nicht selten übernachten die Fernfahrer das gesamte Wochenende dort. Wenn sie am Freitagabend ankommen, haben die Betriebe in der Regel bereits geschlossen. Für die Fahrer heißt es dann warten. Erst am Montagmorgen können sie die nahe gelegenen Unternehmen zum Be- oder Entladen anfahren. Als Raststätte ausgelegt ist der Bereich an der Schleswiger Straße jedoch nicht. Weder gibt es dort Sitzmöglichkeiten mit Tischen, Mülleimer noch sanitäre Anlagen, in denen die Fahrer ihre Notdurft verrichten oder sich waschen können. „Es kann nicht sein, dass Mitarbeiter vom Bauhof dort nach jedem Wochenende den Müll in Form von Essensresten, Grillkohle, gebrauchtem Toilettenpapier und Fäkalien beseitigen müssen“, zeigte Axel Wendt (CDU) im Rahmen der Bauausschusssitzung verärgert über den derzeitigen Zustand. Auch wies er den Ausschuss darauf hin, dass bereits seit Wochen ein scheinbar ausrangierter Renault Megane mit polnischen Kennzeichen dort steht. Die vier platten Reifen, sowie der Zustand im Innern des Fahrzeuges lassen den Eindruck erwecken, dass das Fahrzeug dort illegal entsorgt wurde, berichtet er. „Es wird Zeit, dass die Stadt das Gespräch mit der Spedition Kruse sucht, denn dort wollen die Lkw in alle Regel hin“, so Wendt und ergänzte: „Es wird doch wohl möglich sein, dass der Hausmeister oder Platzwart, der auf dem Firmengelände für Ordnung sorgt, auch den Parkstreifen mit sauber hält.“ Neu ist das Problem rund um die Lkw-Fahrer, die in der Schleswiger Straße kampieren nicht. Um den Lkw-Fahrern die Wartezeit etwas angenehmer zu gestalten, hat sich die Brunsbütteler Seemannsmission bereits seit dem vergangenen Jahr bereiterklärt, ihre Türen auch für Trucker zu öffnen. Vier Hinweisschilder, die die Stadt aufstellen ließ, weisen auf das erweiterte Angebot der evangelischen Sozialeinrichtung für Seeleute hin und liefern den Fernfahrern eine Wegbeschreibung in die Kanalstraße. Nach Ansicht der Stadt liegt die Verantwortung bei den Unternehmen, hier Abhilfe zu schaffen. Da sich jedoch derzeit keine Lösungen abzeichnen, suchen nun auch die Kommunalpolitiker nach verschiedenen Änderungsmöglichkeiten. Eine Überlegung bezieht sich beispielsweise auf den Fährplatz Ostermoor. Eine Lösung könnte zudem das zukunftsweisende Projekt der Brunsbütteler Planungsgesellschaft Wind to Gas liefern. Diese plant die Errichtung einer Flüssiggas-Tankstelle samt Elektroladestation an der B5 inklusive eines Restaurants und mehr. Derzeit wird das Projekt auf seine Machbarkeit überprüft. g src

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