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R.SH hilft helfen unterstütz Inklusion muss laut sein

By Jens-Peter Mohr | In Allgemein, Kreis Dithmarschen | on Juni 7, 2017
07.06.2017 Buchholz - Seit über sieben Jahren setzt sich Ron Paustian ehrenamtlich für Menschen mit Behinderungen ein. Insbesondere dafür, dass sie selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Vor zwei Jahren gründete der 40-jährige Buchholzer dafür eine gemeinnützige Unternehmensgesellschaft unter dem Namen „Inklusion muss laut sein“. Innerhalb kürzester Zeit akquirierte er deutschlandweit über 1100 ehrenamtliche Helfer. Diese unterstützen ihn aktiv im Rahmen eines Begleitpersonen-Netzwerks. „Wir möchten, dass auch behinderte Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen Konzerte, Festivals, Kinos, Flohmärkte oder sonstige Veranstaltungen dann besuchen können, wenn ihnen danach ist. So wie jeder andere Mensch auch“ sagt Ron Paustian. Bundesweit bringt der gelernte Bürokaufmann, der selber unter Schizophrenie leidet, Menschen mit Behinderung mit anderen Menschen zusammen, welche die jeweils notwendige Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben liefern. Innerhalb eines Jahres haben sich die Anfragen nach Begleitungen bereits versechsfacht. Für sein Engagement, Menschen mit Behinderung ein Leben in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen, wurde Ron Paustian im vergangenen Jahr unter anderen im Bundeskanzleramt von Bundeskanzlerin Angela Merkel geehrt (wir berichteten). Nun wurde auch die Stiftung “R.SH hilft helfen“ auf das Inklusions-Projekt von Ron Paustian aufmerksam. Jedoch nicht auf das Begleitpersonen-Netwerk oder das Unterstützungsangebot von Behinderten bei der Einforderung ihrer Rechte sowie der Suche nach Arbeits- und Ausbildungsplätzen oder das Beratungsangebot in Sachen Inklusion und Barrierefreiheit, das sich an Veranstalter, Einrichtungen, Schulen und weitere Institutionen richtet. Was die Aufmerksamkeit der R.SH hilf helfen-Stiftung weckte, war das Bestreben von Ron Paustian, die Zugänglichkeit von Gebäuden durch die Vergabe von Rampen zu verbessern. Die Spendensumme in Höhe von 2000 Euro, die R.SH-Stiftungsmanagerin Friderike Nissen am Mittwoch an Inklusion muss laut sein überreichte, möchte Ron Paustian auch gleich für die Anschaffung sogenannter Klapprampen nutzen. „Wir haben eine Reihe von Einrichtungen, die wir mit Rampen ausstatten möchten. Die Rollstuhlfahrer, die dort kommen, sollen es einfacher haben, in das jeweilige Gebäude zu gelangen“, so Paustian. Neben Kindertagesstätten, Schulen und Jugendhäuser sind es Cafés und Kulturhäuser, die mit Rampen unterstützt werden sollen. Zudem hält “Inklusion muss laut sein“ ein gewisses Kontingent an mobilen Rampen für Veranstaltungen zur Verfügung. „Mein gesamtes Projekt finanziert sich komplett aus Spendengelder. Diese zu bekommen ist schon kein leichtes Unterfangen. Noch schwierig bis nahezu unmöglich ist es jedoch, an Fördergelder heranzukommen“, sagt Paustian. Nach der Ehrung im Bundeskanzleramt hatte sich eigentlich die Deutsche Bank bereit erklärt, der gemeinnützigen Unternehmensgesellschaft unter die Arme zu greifen. Und auch andere namhafte Unternehmen erklärten öffentlich und medienwirksam ihre Unterstützung. „De meiste Unterstützungsbekundungen waren in Wirklichkeit leere Versprechungen“, zeigt sich Paustian enttäuscht. Von seinen Wünschen, Büro- und Schulungsräumen anzumieten, die nicht nur behinderten Menschen als Anlaufpunkt dienen sollten sowie vier Vollzeitarbeitsplätze zu schaffen, hat sich der engagierte Ehrenamtler deshalb aber noch lange nicht verabschiedet. „Es dauert dann halt alles etwas länger, aber schaffen werde ich das schon irgendwann“, zeigt sich Paustian zuversichtlich. „Einige vielversprechende Termine stehen für die kommenden Wochen in meinem Kalender, aber ich muss mal schauen, was am Ende wirklich dabei herumkommt.“

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