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2 5 5 4 1 – Der Weiherer zu Gast in Brunsbüttel

By Jens-Peter Mohr | In Allgemein, Brunsbüttel, Veranstaltungen | on Januar 11, 2017
11.01.2017 Brunsbüttel - „Er ist ein unglaublich sympathischer und lustiger Zeitgenosse, der nicht nur Witze reißt, sondern auch etwas Ernsthaftes zu sagen hat. Nur wenn er singt, dann verstehe ich aufgrund des bayerischen Dialektes nicht so viel, doch das leistet der Stimmung keinen Abbruch“, waren sich am Montagabend eine Vielzahl der Zuschauer im ausverkauften Bürgersaal im Brunsbütteler Elbeforum einig. Über zwei Stunden zog der niederbayrische Liedermacher und Kabarettist Christoph Weiherer bei seiner Auftaktveranstaltung zu seiner Jubiläumstour 2017 die Brunsbütteler Gäste in seinen Bann und sorgte mit seiner lockeren, natürlichen Art für eine ausgelassene Atmosphäre. „Ich gehe heute ganz entspannt an die Sache heran, schlimmer als mein erster Auftritt damals im Musikcafe Kaktus in Bad Reichenhall kann es nicht werden. Dort wurde mir bereits nach dem dritten Lied meine Gage mit der Bitte ausbezahlt, die Bühne zu verlassen“, erzählte der Künstler, der sich selber als die Helene Fischer des Kabaretts bezeichnet, um nicht in irgendeine Schublade hineingepresst zu werden. Angesichts der ausverkauften Ränge sowohl am Montag als auch am Dienstag sowie, dem reißenden Absatz an Fanartikeln inklusive der Bitte nach Autogrammen und den medialen Hype um seine Person hätte man meinen können, dass der 36-jährige Künstler aus dem Süden Deutschlands auch hierzulande seit langem einen Star-Status genießt. Doch bis vor wenigen Monaten war der scharfzüngige Künstler, der mit derben Sprüchen, politischen Sticheleien und amüsanten Anekdoten aus seinem Leben, seine Fans begeistert, im nördlichsten Bundesland ein nahezu unbeschriebenes Blatt. „Ich stehe nun seit 15 Jahren auf der Bühne und habe auch schon in Kiel, Flensburg und Hamburg gespielt, doch so aufregend und spannend wie dieses Mal waren meine Reisen in den Norden zuvor nie“, so Christoph Weiherer. Zu verdanken hat er die enorme Aufmerksamkeit einer Mitarbeiterin des NDR. Diese hatte 2016 über eine ganz besondere Bühnennummer berichtet, mit der der Künstler in Süddeutschland für Furore sorgt. Seit Jahren fordert der Weiherer sein Publikum auf, sich gegen die Datensammelwut des Einzelhandels zu wehren, indem sie die Postleitzahl 25541 der Schleusenstadt an der Kasse angeben. „Auf Brunsbüttel bin ich damals gekommen, weil ich eigentlich ein Atomkraftgegner bin und als der Name im Radio fiel dachte ich dann, das ist es“, erzählte Weiherer. Zudem sei der Name der Schleusenstadt an sich für ein Bayer schon recht lustig, da das Wort „Bruns“ im Bayerischen so viel bedeutet wie „pinkeln“. „Mittlerweile kennen mehr Menschen die Postleitzahl von Brunsbüttel als es Einwohner in der Schleusenstadt gibt. Alleine mein Facebook-Video, dass meinen Aufruf bei dem Musikfestival „Songs an einem Sommerabend“ in Bad Steffelstein zeigt, wurde bereits über 3,6 Millionen Mal aufgerufen“, äußerte der 36-Jährige und ergänzt scherzhaft: „Eigentlich hätte ich doch aufgrund meiner langjährigen Bemühungen um Brunsbüttel die Ehrenbürgerschaft verdient.“ Mit dieser konnte Bürgermeister Stefan Mohrdieck den Künstler am Veranstaltungstag nicht beglücken, doch so ganz ohne Anerkennung und Auszeichnung sollte Christoph Weiherer nicht bleiben. Als Vorstandsmitglieder des Vereins für Handel, Gewerbe und Industrie (HGI) zeichneten Olaf Hiel und Andreas Wohlert den niederbayerischen Liedermacher mit dem Initiativ Preis und der Ernennung zum „Bootschafter“ Brunsbüttels aus. Der Liedermacher ist damit der erste Preisträger, dem diese Auszeichnung, mit der künftig Jährlich Menschen für ihre Verdienste um Brunsbüttel ausgezeichnet werden sollen, verliehen wurde. Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld, in Höhe von 244,41 Euro in Anlehnung an die Postleitzahl, spendete der Preisträger noch vor Ort an den Verein Stark gegen Krebs und rundete den Betrag um dieselbe Höhe aus eigener Tasche auf. „Es freut mich unglaublich, dass wir so viele Menschen mit dieser Veranstaltung erreicht haben“, äußerte Jens Rusch, der den Künstler mit dem Kulturverein Lyra nach Brunsbüttel geholt hat. weiherer01 weiherer02 weiherer03 weiherer04 weiherer05 weiherer06 brunsbuettel09012017>

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