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Matschiger Spaß im Watt

Brunsbüttel 31.07.2016 – Wenn dieser Tage in Brunsbüttel über das dreckige Dutzend geredet wird, ist mit Sicherheit nicht der US-amerikanischen Kinohit aus dem Jahr 1967 mit Filmgrößen wie Lee Marvin, Charles Bronson oder Telly Savalay gemeint. Bereits zum zwölften Mal fanden am Wochenende, im Elbschlick von Soesemenhusen unmittelbar vor den Toren der Schleusenstadt, die Wattolümpischen Spiele statt. Tausende Zuschauer waren gekommen um sich die dreckigsten Spiele für eine saubere Sache anzusehen und die rund 400 „Wattlethen“ aus 40 Mannschaften lautstark bei ihren Kämpfen um wattolümpisches Edelmetall anzufeuern.  Auf dem Plan standen sportliche Disziplinen wie Fußball, Handball, Volleyball und das aus Ostfriesland importierte Schlickschlittenrennen.

„Wir sind bestens vorbereitet und erwarten mindestens ebenso bunte und fröhliche Spiele wie bei den Olympischen Sommerspielen in Brasilien“, zeigte sich Wettkampfleiter Oliver Kumbartzky erleichtert, nachdem die Sonne pünktlich zum Veranstaltungsbeginn, die dunklen Regenwolken am Himmel verdrängt hatte.

Schon der Einmarsch der einzelnen Teams sorgte für Begeisterung unter den Zuschauern. So zeigten sich die Mannschaft aus ganz Deutschland, der Schweiz und Tschechien nicht nur bei der Auswahl der Mannschaftsnamen kreativ, sondern auch bei der Wahl des Outfits und der einstudierten Einmarsch-Choreographien.

„Wir nehmen schon seit einigen Jahren an diesen Spielen teil, zumindest der Großteil der Mannschaft. Es bringt immer wieder Spaß. Wo sonst kann man sich mal so richtig einsauen und dann auch noch für einen guten Zweck“, sagte der Mannschaftskapitän der „Heavy Fuel Dreamboys And Some Girls“, Marcel Bouillon. Mehr als 290 000 Euro wurden seit 2004 mit der Benefizveranstaltung im Watt bereits gesammelt. Geld, das unter dem Motto „Stark gegen Krebs“ Krebsbetroffenen in der Region zugutekommt. Seit 2005 werden unter anderem zwei Beratungsstellen für Krebspatienten und deren Angehörige in Brunsbüttel und Heide finanziert.

„Wir finden die Veranstaltung einfach klasse und auch den Einsatz des Vereins abseits der Spiele, daher kommen wir immer wieder gerne hierher“, sagten Celina Biallas und Henning Totzke aus St. Michaelisdonn.  „Ich habe schon so viel von der Wattolümpiade gehört, nun wollte ich mir das bunte Treibe hier auch mal ansehen“, so Angelina Mehrwald, die in Begleitung ihrer beiden Freunde kam.

„Besser geht fast nicht. Das Wetter ist toll, es sind viele Zuschauer hier und so wie es aussieht, hat das mit dem Park & Ride-System auch gut funktioniert“, freute sich Organisator Dirk Passarge.

Mit der Ehrung der Siegermanschaften, sowie Konzerten des Musikers Big Harry und der Band Mandowar fand die Veranstaltung vor traumhafter Kulisse ihren Ausklang.

 

 

 

INFOKASTEN:

 

Gesamt-Olümpiasieger: Die Wattprinzessinnen

Schlickschlittenrennen: Gold: Heavy Fuel Dreamboys, Silber: Deichkinder, Bronze: Construction Crabs

Wolliball: Gold: Treibsand, Silber: Watt’n Bagger, Bronze: Schäriffs von Wattinghäm

Handball: Gold: Die Wattprinzessinnen, Silber: Die tighten mopsgedackelten Watthunde, Bronze: Schietwatter

Fußball: Gold: Fi(d)schis Old Boys, Silber: Männer vom Fluss, Bronze: FC SchlammAssel

Bestes Wattkottchen: Könich von Dithmarschen

Lustigster Mannschaftsname: I like Big Watts

Beste Fans: Ente, Ente, Ente,…

Bestes Trikot: Berliner Watt-Zebras

Lustigste Mannschaft: Schlick-Stones

Fairness-Pokal: Schietwatter

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