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St. Michaelisdonn 06.06.2016 – Musste die allererste Rennveranstaltung noch auf Grund von Starkregen kurzfristig abgesagt werden, fand die diesjährige Jubiläumsveranstaltung unter optimalen Witterungsverhältnissen statt. Mehrere Tausend Zuschauer sowie über 100 Fahrer aus ganz Deutschland und Dänemark strömten am Sonntag zur zehnten Auflage des Drag-Racing-Spektakels auf den Flugplatz Hopen bei St. Michaelisdonn. Das Dröhnen der Motoren sowie der dichte Qualm der durchdrehenden Reifen bei den Burnouts ließen erahnen, dass die Fahrer die fast einjährige Rennpause genutzt hatten, um ihre zwei- und vierrädrigen Beschleunigungsmonster noch aggressiver und leistungsstärker zu gestalten.

„Diese Veranstaltung ist mehr als nur ein Beschleunigungsrenne, hier trifft man sich mit Freunden und Gleichgesinnten, die man sonst fast das ganze Jahr nicht sieht“, sagte Lars Hofer. Im vergangenen Jahr ging der 41- Jahre alte Hamburger mit einem Chevrolet Nova Baujahr 1967 an den Start. Für dieses Jahr war eigentlich die Teilnahme mit einem neuen Fahrzeug geplant. Aufgrund kleinerer Probleme mit dem hochtechnologischen, mit Methanol betriebenen 1500 PS starken Gefährt, entschied sich Lars Hofer am Ende jedoch vorsichthalber, lieber auf einen Start zu verzichten. Die Sicherheit steht bei den Fahrern an oberster Stelle.

Ganz anders sah es bei seinem Bremer Kontrahenten Andreas Pleuß aus. Der Betreiber einer Fitnessstudiokette fand in Schweden seinen Traumwagen. „Das ist für mich hier heute die Jungfernfahrt mit meinem neuen Chevrolet Chevelle“, so der 40-jährige Hobbyrennfahrer. Angetrieben von einem 800 PS starken Motor, der es mit etwas Lachgasunterstützung sogar auf über 1200 PS bringt legt das Gefährt die viertel Meile in weniger als Zehn Sekunden zurück. Gleich zwei Bremsfallschirme helfen nach dem überfahren der Ziellinie dabei, das Geschoss wieder zum Stehen zu bringen. Ebenfalls einen Hingucker hatte Micha Vogt aus Celle dabei. In weniger als acht Sekunden beschleunigte sein 2400 PS starker 1955er Chevrolet Bel Air auf über 300 Stundenkilometern. Auf der 400 Meter langen Strecke verbrauchte das Fahrzeug ganze acht Liter Sprit.

Die offenen Fahrerlager erlaubten den interessieren Besucher nicht nur einen unmittelbaren Blick auf die unterschiedlichen Fahrzeuge zu werfen, sondern auch sich mit den Experten etwas auszutauschen.

Doch auch abseits der Rennpiste wurde den Besuchern wieder einiges geboten. Zahlreichen US-Cars und Oldtimer ließen sich bewundern. „Diese Veranstaltung ist immer ein schöner Anlaufpunkt. Hier treffen wir uns mit anderen Dodge-Liebhabern aus ganz Norddeutschland“, sagte Arne Noltenmeier. Der 50 Jahre alte Feuerwehrmann aus Brunsbüttel teilt seine Leidenschaft für „Ami-Schlitten“ mit seiner Ehefrau Marianne. Gemeinsam nehmen sie nicht nur regelmäßig an US-Car-Treffen teil, sondern organisieren auch selber Treffen, dann jedoch ausschließlich für Dodge-Liebhaber. „Bequemer kann ein Mensch wirklich nicht fahren und dank der Umrüstung auf Autogas halten sich die Spritkosten auch im Rahmen“, so Stefan Weise aus Hamburg.

Sichtlich zufrieden zeigten sich auch die beiden Veranstalter Sven Franzen aus Ecklak und Michael Ebsen aus Wacken mit dem Verlauf der Veranstaltung. Nach einem guten Saisonauftakt in Hildesheim, folgte eine noch bessere Folgeveranstaltung in Hopen. Nach einer kurzen Ausruhphase starten dann bereits die Vorbereitungen für das nächste Renne. Das findet am 20. Und 21. August in Husum statt.

 

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