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MoinRefugees – Benefizkonzert für Kriegsflüchtlinge am 24. Oktober 2015 in Brunsbüttel

By Jens-Peter Mohr | In NEWS, Veranstaltungen | on September 20, 2015

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Brunsbüttel 20.09.2015 – „Moin Refugees“ – Brunsbütteler organisieren Benefizkonzert für Flüchtlinge, die in der Region rund um die Schleusenstadt Zuflucht vor Krieg, Verfolgung, Armut und Zerstörung gefunden haben. „Das Line-up steht zu fast einhundert Prozent fest“, gab Michael Behrendt, einer der Hauptorganisatoren am Donnerstagsabend im Zuge eines Pressegesprächs bekannt. Gerade einmal drei Wochen hat es gedauert, das komplette, generationsübergreifende Programm auf die Beine zu stellen. Namhafte Künstler, wie die deutsch-britische Rockband “Lake“, die hanseatische Blues-Legende “Abi Wallenstein“ aber auch Nachwuchsmusiker wie der Husumer Rapper “Beliaz“, Schooljam-Finalist “Pay Pandora“ sowie “Norman Keil“, der nicht nur als Solokünstler unterwegs ist, sondern sich auch als Bandmitglied und Songwriter der Wingenfelders (früher Fury in the Slaughterhouse) einen Namen gemacht hat und noch weitere Musiker, stellen sich am 24. Oktober im Elbeforum in den Dienst der guten Sache. Eine große, prominente Überraschung im Line-up könnte noch folgen, ließ Michael Behrendt durchblicken. „Den Namen können wir leider noch nicht nennen, da wir uns diesbezüglich noch in Verhandlungsgesprächen befinden“, sagte er.
Das geplante siebenstündige Konzertprogramm gibt es für eine Spende in Höhe von 25 Euro. Somit bezahlen die Besucher nicht einmal vier Euro pro Band. „Es ist wichtig, dass die Gäste wissen und dies auch so sehen, dass der Betrag für die Karte kein Eintrittsgeld ist, sondern wirklich eine Spende“, betont Jens Rusch. Die kompletten Einnahmen des Abends kommen unmittelbar den Kriegsflüchtlingen aus der Region zugute. So sollen mit den Spendengeldern unter anderen Sprachkurse der VHS finanziert werden, die ein wichtiger Bestandteil des Integrationsprozesses sind.

Gerade einmal drei Wochen liegt es zurück, dass der Brunsbütteler Künstler Jens Rusch im sozialen Netzwerk Facebook seine Idee eines Benefizkonzerts für Kriegsflüchtlinge öffentlich teilte. Seine Idee der Hilfsbereitschaft verbreitet sich seither wie ein Virus und das ist auch gut so, denn Hilfsbereitschaft sollte ansteckend sein, findet Rusch. „Zwei Stunden nachdem ich meine Idee im Internet geäußert hatte, bekam ich bereits die Zusage des Elbeforum, das wir die Räumlichkeiten für ein Benefizkonzert zur Verfügung gestellt bekommen. Hier finden bis zu 600 Gäste einen Platz“, so Jens Rusch. Doch das war erst der Anfang einer Solidaritätswelle, die über den Maler einbrach. Immer mehr Menschen, die den Eintrag im Internet gelesen hatten, boten ihre Unterstützung an und das Projekt bekam eine schwungvolle Eigendynamik. „Ganz wichtig war es mir, Michael Behrendt und Dirk Passarge an meiner Seite zu wissen, denn die beiden bringen nach elf Jahren Wattolümpiade unglaubliche organisatorische Kompetenzen mit“, betonte Rusch. Beide ließen sich nicht lange bitten und nahmen umgehend die Planungen auf. Mit Dr. Elke Schmidt-Wessel (VHS Brunsbüttel), Alt-Bürgermeister Wilfried Hansen (Bürgerstiftung Brunsbüttel), Andreas Wulff (Stadtwerke Brunsbüttel), Hans-Helmut Schramm (Schramm Group), Rainer Keiemburg (Total), Dietrich Wienecke (Buchhandlung Schopf) und Bernd Brandt („Brunsbüttel hilft“) schlossen sich weitere Helfer dem Organisationsteam an, die sich seither gemeinsam um die vielseitigen organisatorischen Belange kümmern, die mit solch einer Benefizveranstaltung im Zusammenhang stehen.

„Die Menschen haben so viel mitgemacht und sollten nach all den Strapazen, die sie erdulden, mussten ein Platz finden, an dem sie sich heimisch fühlen“, nannte Rainer Keiemburg seine persönlichen Beweggründe für sein Engagement. Begeistert von der Idee und über das Engagement des Total-Geschäftsführer für das Brunsbütteler Werk und seinen Mitstreitern zeigte sich selbst die Pariser Chefetage der Holding. „Do it. Support it. I´m proud o fit“, verkündete die Total-Firmenzentrale.
“Für mich ist es das erste Mal, dass ich in dieser Form die Klinken für ein Sponsoring putze“, sagte Hans-Helmut Schramm. Der Inhaber und Geschäftsführer der Schramm group, die unter anderen den Elbehafen betreibt, zeigte sich begeistert von der Solidarität seiner beruflichen Kontakte, die bereitwillig ihre Unterstützung für das Benefizkonzerts zusagten.

Bei der Suche nach einem geeigneten Titel für die Veranstaltung schossen den Veranstaltern einige Ideen durch den Kopf, doch keine war so griffig wie „Moin Refugees“. „Moin ist wohl eines der ersten Wörter, die die Flüchtlinge hören, wenn sie in Brunsbüttel ankommen“, so Jens Rusch. „Es ist mehr als eine Grußformel, es ist ein Signal: Ihr seid Willkommen hier“, ist sich das Organisationsteam einig.

Ein Spendenkonto für die Veranstaltung und für den Verwendungszweck wird gerade eingerichtet. Des weiteren laufen die Vorbereitungen für den Vorverkauf.

Weiter Informationen unter www.moinrefugees.de
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